Physiotherapie Technik: Klassische Massage

Klassische Massage (KMT)

Auch die Massage ist ein Tätigkeitsfeld des Physiotherapeuten, obwohl es auch ausgebildete Masseure gibt. Neben der klassischen Massage, wird auch die Akupunkt-Massage nach Penzel und teilweise auch die Reflexzonenmassage angewendet. Die Akupunkt-Massage und die Reflexzonenmassage haben ihren Ursprung in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Da diese Massageformen der Alternativmedizin zugerechnet werden, müssen Patienten die Kosten selbst übernehmen.

Die klassische Massage kann zwar vom Arzt verordnet werden, wird jedoch aufgrund der hohen Kosten heutzutage nicht mehr häufig verschrieben. Bei der klassischen Massage wird die Muskulatur und das Bindegewebe mit sanftem Druck bearbeitet, sie hat auch einen positiven Effekt auf die Psyche. Die Massage wurde schon früh als Heilmaßnahme entdeckt und kam zuerst in Afrika und Asien zur Anwendung. In Asien wurden einzelne Massagetechniken bereits im Jahr 2600 v. Chr. angewendet. Durch einen griechischen Arzt gelangte die Massage dann auch als Therapieform nach Europa, wo sie vor allem für die Rehabilitation der Gladiatoren wichtig war. Im 16. Jahrhundert ließ der Arzt Paracelsus die Massage dann als medizinisches Heilmittel wieder aufleben. Durch die klassische Massage können viele verschiedene Effekte erzielt werden. So kann die Durchblutung gefördert, Muskelverhärtungen aufgelöst und Schmerzen gelindert werden. Die Muskulatur entspannt sich, der Blutdruck und der Pulsschlag können gesenkt und die Wundheilung gefördert werden. Auch der Zellstoffwechsel im Bindegewebe wird verbessert, die Ausschüttung von Stresshormonen wird vermindert. Die klassiche Massage kann entweder als Teil- oder als Ganzkörpermassage durchgeführt werden.

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Die herkömmliche Massage wird mit den Händen durchgeführt, es können jedoch auch Hilfsmittel wie ein Massageball oder Bürsten zum Einsatz kommen. Indikationen für Massagen sind Verspannungen, Muskelverhärtungen, posttraumatische Veränderungen sowie Erkrankungen der Wirbelsäule und des Bewegungsapparates. Bei der klassischen Massage gibt es fünf verschiedene Handgriffe, nämlich die Effleurage, die Petrissage, die Friktion, das Tapotement und die Vibration. Effleurage bedeutet Streichung, es handelt sich dabei um sanfte, streichende Bewegungen, die vor allem am Anfang zur Verteilung des Öles auf der Haut und zwischen den starken Massagegriffen Anwendung finden. Bei der Petrissage wird die Haut und die Muskulatur geknetet, wodurch Verhärtungen und Verspannungen sich lösen können. Auch das Gewebe wird bei diesem Massagegriff besser durchblutet. Die Friktion ist ein sehr starker Massagegriff, der nur sehr dosiert und vorsichtig eingesetzt werden darf, um Verletzungen und Schmerzen zu vermeiden. Bei diesem Griff werden kleine kreisende Bewegungen direkt auf dem Muskel ausgeführt, wodurch vor allem Verhärtungen gelöst werden sollen. Das Tapotement ist eine Art Klopfmassage, bei der mit den Fingern, der flachen Hand oder der Handkante kleine schlagende Bewegungen auf der Muskulatur ausgeführt werden. Bei der Vibration wird die flache Hand auf den Körper aufgelegt und durch Muskelzittern sanfte Vibrationen auf das Gewebe übertragen. Dieser Handgriff dient vor allem zur Lockerung der Muskulatur und des Gewebes. Meistens wird eine Massage des Rückens vom Therapeuten durchgeführt, da es hier die meisten Beschwerden gibt.

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