Osteoporose



Synonyme: Osteoporose,

Unter Osteoporose versteht man eine Erkrankung, welche die Knochen betrifft. Knochen bestehen in etwa zu 1/3 aus einer Grundsubstanz, welche durch sogenannte Osteoblasten hergestellt wird. Hauptaufgabe der genannten Osteoblasten ist der Knochenaufbau, Osteoklasten sind hingegen für den Zellenabbau zuständig. Das restliche Drittel wird durch Mineralstoffe, vor allem Kalzium gestellt, welches in den Knochen eingelagert wird und diesem somit eine gewisse Härte verleiht. Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, kennzeichnet sich durch eine geringe Knochenmasse und zudem durch einen übermäßig raschen Abbau der Knochensubstanz und der Knochenstruktur, was zu einer erhöhten Anfälligkeit für Brüche führt, die nicht auf ein gewisses Körperteil beschränkt sind, sondern das gesamte Skelett betreffen (können).

Die Ursachen für Osteoporose sind vielfältig, zwei der wichtigsten Faktoren sind jedoch das Alter und das Geschlecht. In den ersten dreißig Lebensjahren wird vermehrt Knochenmasse auf- statt abgebaut, bei zunehmendem Alter jedoch nimmt der Abbau ständig zu (ca. halbes bis ein Prozent). Findet in den ersten Jahren ein verminderter Aufbau der Knochen statt oder beschleunigt sich der Abbau durch eine zu hohe Osteoklasten-Aktivität, besteht eine erhöhte Gefahr an Osteoporose zu erkranken. Aber auch Faktoren wie Untergewicht, eine geringe Kalziumversorgung, Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum begünstigen die Entwicklung. Erkrankt man unter diesen Umständen spricht man von einer primären Osteoporose (tritt in 95% der Fälle auf). Hormonelle Störungen, Gestörte Magen-/Darmfunktion, die zu einer Mangelversorgung mit Nährstoffen führt (z.B. chronische Magen-Darm-Erkrankungen) oder Magersucht sind beispielhafte Faktoren, die Osteoporose verursachen können, wobei man hier von einer sekundären Osteoporose spricht (etwa 5% der Fälle), da eine andere Grunderkrankung verantwortlich ist.

Um Osteoporose zu diagnostizieren wird eine Knochendichtemessung herangezogen, wofür es mehrere Verfahren gibt. Bei der Knochendichtemessung wird ein sog. T-Wert ermittelt, welcher eine Aussage zum Knochenbruchrisiko (anhand von Vergleichswerten) ermöglicht.

Unter therapeutische Maßnahmen fällt zuallererst eine kalziumreiche Ernährung, ebenso wie eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D, da dieses dazu beiträgt, dass das Kalzium in die Knochen eingelagert werden kann. Wichtig sind außerdem Sport und Bewegung, da diese die Erkrankung positiv beeinflussen können. Grund dafür ist die Anregung des Knochenstoffwechsels durch erhöhte Muskelaktivität, was besonders durch Krafttraining erreicht wird.

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