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Multiple Sklerose

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Bei der Multiplen Sklerose handelt es sich um eine entzündliche Krankheit der Markscheiden des zentralen Nervensystems. Die MS ist chronisch und bis heute noch nicht heilbar. Jedoch sind durch rechtzeitig einsetzende Langzeittherapien, medikamentös und bewegungsorientiert, die Verläufe zu verlangsamen, die Schwere der Schübe und der Fortlauf der Krankheit positiv zu beeinflussen.


Es gibt nicht das typische Bild für die multiple Sklerose. Die Krankheit kann bei jedem Patienten anders verlaufen und auch mit anderen Zeichen zu Beginn auftreten. Deshalb kann auch eine generelle Prognose für einen individuellen Verlauf für den Einzelnen nicht gestellt werden. Dennoch gibt es bestimmte Anzeichen, bei deren Auftreten schnellstens ein Arzt befragt werden sollte. Das sind Sehstörungen mit verschwommenen Flecken im Blickfeld, Empfindungsstörungen und Taubheit in Extremitäten, häufiges Kribbeln in Armen und Beinen, Muskellähmungen oder -beeinträchtigungen, Nervenschmerzen oder auch herabgesetzte Empfindungswahrnehmungen in Armen und Beinen und Muskelschwäche.

Vielfach deutet ein blitzartiger Schmerz in der Wirbelsäule bei Vorbeugung des Kopfes auf eine multiple Sklerose hin. Eine eindeutige Diagnose kann nur mit einem MRT (Magnetresonanztomographie) und Hirnwasseruntersuchungen gestellt werden. Die Krankheit entwickelt sich meist im jungen Erwachsenenalter. Nur selten kommt es bei Menschen über 50 Jahren zur Krankheitsausbildung. Die Entwicklung des Krankheitsbildes geht sehr unterschiedlich vonstatten. Der bekannteste Verlauf ist von Schüben gekennzeichnet. Diese verursachen plötzlich für einen begrenzten Zeitraum heftigste Beschwerden, die sich später zurückbilden.

Von Schub zu Schub können einige Jahre oder nur Monate vergehen. Meist verbleiben Teilschäden, die sich bei jedem Schub vermehren. Die Krankheit kann gänzlich schublos verlaufen, die Krankheitszeichen mehren sich schleichend. Behinderungen durch die Krankheit können sich ausbilden, obwohl Schübe gänzlich aufgehört haben. Schwere Verläufe können zu Schwerstbehinderung, sogar zum Tod führen, auch leichte Verläufe mit sehr wenigen Beeinträchtigungen sind möglich. Besteht nur der leiseste Verdacht auf eine multiple Sklerose, muss bei ersten Anzeichen ein Neurologe aufgesucht, notfalls die klinische Untersuchung durchgeführt werden.

im Lexikon zu finden als Thema: Multiple Sklerose, MS (Multiple Sklerose),


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