Mb. Alzheimer

Synonyme
Die Alzheimer Krankheit ist eine schleichende Gehirnerkrankung, bei der im fortschreitenden Alter Nervenzellen im Gehirn absterben. Die Erkrankung fällt unter die Demenzkrankheiten, verläuft chronisch und ist nach heutigen Erkenntnissen nicht heilbar. Gleichzeitig ist sie eine Alterserkrankung, die Erkrankungsrate steigt mit zunehmendem Alter. Obwohl die Krankheit nicht heilbar ist, kann der Verlauf durch rechtzeitige Diagnose und Gabe von Medikamenten, Einsatz von Bewegungstherapie, Beschäftigungs- und Sprachtherapien erheblich verzögert und gemildert werden.
Die Alzheimer Krankheit äußert sich anfangs durch die Abnahme geistiger Fähigkeiten im Alltag, regelmäßig auftretende, starke Vergesslichkeit, Desorientierung im Raum und in zeitlichen Abläufen, Sprach- und Verständnisschwierigkeiten, schließlich in starken Veränderungen der Persönlichkeit, Verlernen von alltäglichen Routinehandlungen, Bezugsverlust zur sozialen und örtlichen Umgebung.
Wie bei allen Demenzerkrankungen ist besonders das Kurzzeitgedächtnis betroffen, beim Alzheimerpatienten sind später alle geistigen Fähigkeiten schwer eingeschränkt. In der ersten Phase der Erkrankung ist sich der Patient weitgehend der eigenen Veränderungen bewusst und versucht sie zu verbergen. Hier sollten Angehörige aufmerksam sein und zu einem zeitigen Arztbesuch raten. Setzt eine rechtzeitige umfassende Therapie ein, kann sehr lange ein selbstbestimmtes Leben erreicht werden. Je weiter die Krankheit fortgeschritten ist, desto schlechter ist die Prognose, ihren Verlauf zu bremsen.
Es gibt einige Faktoren, von denen angenommen werden kann, dass sie eine Erkrankung begünstigen. Das sind Erbanlagen, Arteriosklerose, Bluthochdruck, extremes Übergewicht, Diabetes, Suchterkrankungen. Allerdings kann auch ohne solche Einflüsse die Krankheit auftreten, beziehungsweise trotz der Risikofaktoren ausbleiben. Somit sind Auslöser nicht als einheitliche Maßstäbe festzulegen. Als nachvollziehbare Ursache sehen medizinische Wissenschaftler die Ablagerung schädlicher Eiweißstoffe, die die Fähigkeit der Nervenzellen verhindern, miteinander richtig zu kommunizieren. Im Verlauf kommt es zum Absterben immer größerer Hirnareale.
Infolge der Persönlichkeits- und Geistesbeschränkungen ist der Umgang mit an Alzheimer Erkrankten schwierig. Er erfordert viel Geduld und Kenntnis. Daher sollte auch bei familiärer Pflege und Betreuung auf therapeutische und fachliche Hilfe nicht ganz verzichtet werden.
im Lexikon zu finden als Thema: Mb. Alzheimer, Alzheimer Krankheit,




