Impingementsyndrom
Beim Impingement-Syndrom (engl. impingement = Zusammenstoß, Aufprall) handelt es sich, wie der Name bereits andeutet, um einen Zusammenstoß im übertragenen Sinne. Durch chronische Überlastung der Muskeln entsteht eine Schädigung des Muskelgewebes, welches von Körper abgebaut und wiederverwertet wird, was mit einer Schwellung bzw. Verdickung desselben einhergeht. Diese Verdickung bedingt jedoch gleichzeitig eine Einengung des Muskels, der Schleimbeutel und der Supraspinatussehne, wodurch das Gleit- und Laufverhalten der Supraspinatussehne gestört wird, da der knöcherne Oberarmkopf und das knöcherne Schulterdach „aufeinander prallen“. Die Behinderung des Gleit- und Laufverhaltens führt zu einer Entzündung, einhergehend mit Schmerzen die im Besonderen nachts auftreten (Nachtschmerzen), ebenso wie Schmerzen beim seitlichen Anheben des Armes über 90°, die bei abrupten Bewegungen, sowie unter Belastungen (z.B. Heben von Dingen über Kopfhöhe) besonders ausgeprägt sind.
Bei Ausbleibender Behandlung und fortgeführter Belastung kann es -im schlimmsten Fall- zu einem degenerativen Riss (oder Teilriss) der Sehne kommen (Rotatorenmanschettenriss), aber auch eine Teilsteifheit des Schultergelenks ist möglich.
Am Impigement-Syndrom erkranken vor allem Menschen, die „Überkopftätigkeiten“ im Sport (z.B. Volleyballer), im Beruf (z.B. Maler oder Lackierer) oder im Alltag ausführen. Allerdings ist dies keine zwingende Voraussetzung um am Impigement-Syndrom zu erkranken. Auch eine angeborene ungünstige Formgebung des Hakenarcomion (Schulterdach) kann Ursache sein, ebenso wie eine Einlagerung von kleinen Kalkfragmenten in die Sehne des Supraspinatus-Muskels oder auch Verschleißerscheinungen durch zunehmendes Alter.
Bei der Therapie des Impigement-Syndroms gilt vor allem ein Leitsatz: Je früher desto besser. Es können verschiedene konservative Methoden in Erwägung gezogen werden:
1. Die Schonung der Schulter 2. Medikamentöse Behandlungen z.B. durch sogenannte NSARs (Nicht Steroidale Anti-Rheumatika), die den Schmerz lindern und die Entzündungsreaktionen des Körpers eindämmen. Ebenfalls kann man eine „Infiltration“ in Betracht ziehen, wo Kortison direkt in den Entzündungsherd gespritzt wird 3. Muskelaufbau und Förderung der Beweglichkeit 4. Akupunktur 5. Verschiedene operative Verfahren


