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Hüftdystrophie

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Hüftdystrophie

Unter einer Dystrophie versteht man, vereinfacht ausgedrückt, eine Ernährungsstörung. Bei der Hüftgelenksdystrophie werden Muskeln, Knochen und Knorpel nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt, was zur Beeinträchtigung der Belastbarkeit und Beweglichkeit führt. Ausschlaggebend ist hier unter anderem die Knochendichte. Bei älteren Patienten, die unter starker Osteoporose leiden, tritt eine Hüftgelenksdystrophie in der Regel immer auf. Aber auch Personen, die nur über einen bestimmten Zeitraum aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt waren, können von einer Hüftgelenksdystrophie betroffen sein. Gelegentlich treten Dystrophien nach operativen Eingriffen auf. Diese als Morbus Sudeck bekannte Erkrankung kann auch das Hüftgelenk betreffen. Auch die anhaltende Einnahme verschiedener Medikamente kann ein auslösender Faktor sein.


Die Therapiemöglichkeiten für eine diagnostizierte Hüftgelenksdystrophie richten sich ganz entscheidend nach dem Stadium, in dem diese Erkrankung festgestellt wird. Sie äußert sich zunächst durch starke Schmerzen, die bis zur Bewegungsunfähigkeit führen können und Ödemen, also Wasseransammlungen. Häufig wird eine deutliche Überwärmung der entsprechenden Körperregion und eine rötliche Hautverfärbung beobachtet, die den Patienten zunächst an eine einfache entzündliche Erkrankung glauben lassen.

Mit Hilfe eines Szintigramms lässt sich die Hüftgelenksdystrophie eindeutig diagnostizieren. Mit fortschreitender Erkrankung lassen die als Entzündungssymptome auftretenden Beschwerden nach. Die Haut bekommt eine eher bläulich schimmernde Farbe und die gesamte Körperregion fühlt sich kühl an. In diesen beiden Stadien ist die Hüftgelenksdystrophie ohne operative Eingriffe therapierbar. Schmerzen in diesem Bereich, auch wenn sie nur gelegentlich auftreten, sollten also jeden Betroffenen dazu veranlassen, eine ärztliche Untersuchung vornehmen zu lassen.

Im weiteren Verlauf schrumpft die Hüftgelenkskapsel und auch die Muskeldystrophie kann dann irreversibel werden. In diesem Stadium der Hüftgelenksdystrophie ist nur die operative Versorgung mit einem kompletten künstlichen Hüftgelenk als mögliche Therapie anwendbar.

im Lexikon zu finden als Thema: Hüftdystrophie, Mb. Sudeck (Hüftdystrophie),