Craniomandibuläre Dynfunktion (CMD)
Unter einer Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)versteht man eine Fehlfunktion oder Störung im Kiefergelenk. Die unphysiologische Lage, in welches sich die Kiefergelenke befinden, wird durch ein gestörtes Zusammenspiel der Zähne von Ober – und Unterkiefer, einen sogenannten Fehlbiss, verursacht. Der Druck, der auf die umliegende Muskulatur erzeugt wird, führt dazu, dass diese in unnatürlich beansprucht und belastet wird. Bereits kleinste Bisshöhenabweichungen von wenigen tausendstel Millimeter können Beschwerden verursachen!
Symptome für eine CMD treten im Besonderen im Bereich des Kiefers und der Zähne auf, darunter fallen u.a. Pressen oder Knirschen der Zähne, Zahnabrasion, knackende Kiefer, Zahnlockerung, bzw. Zahnwanderung und der Zahnverlust. Aber auch andere – eher atypische- Schmerzen können Symptome für CMD sein. Kopf- und Gesichtsschmerzen, Schmerzen im Rücken, Füßen und/oder Knien, ebenso wie Ohrenschmerzen und Tinnitus, gehören in diese Kategorie.
Durch diese weite Streuung und den eher ungenauen Symptomen ist eine Diagnose hinsichtlich einer CMD eher selten, da die Diagnose und die Behandlung einen interdisziplinären Ansatz erfordern.
Therapieziel ist hierbei das Auffinden und die dauerhafte Stabilisation einer entspannten Bissposition, wobei auch eine Untersuchung der Wirbelsäule, insbesondere im Nackenbereich, von Nöten ist um Blockierungen zu finden, die zu weiteren Überlastungen der angrenzenden Muskeln führen, und diese zu lösen.

