Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, kurz COPD, könnte man als typische Rauchererkrankung bezeichnen, da rund 90% der Betroffenen Raucher oder Ex-Raucher sind, so dass der Beiname „Raucherlunge“ nicht weit hergeholt ist. COPD beschreibt eine chronische Erkrankung der Lunge, deren Ursache entzündete und dauerhaft verengte Atemwege sind, wobei diese Verengungen nur teilweise durch Medikamente gebessert werden können. Diese Verengung ist auf drei Dinge zurückzuführen:
1. Verkrampfung der Bronchialmuskulatur
2. Anschwellen der Schleimhaut der Bronchien, Ödem genannt
3. Eine krankhafte erhöhte Schleimproduktion, die auf eine chronische Entzündung der Atemwege (chronische Bronchitis) zurückzuführen ist
Dies zieht eine Überblähung der Lunge nach sich, was ein Lungenemphysem zur Folge hat, der Patient kann nicht mehr richtig atmen: es kommt zur Atemnot. Weitere Symptome sind Auswurf und chronischer Husten, auch „Raucherhusten“ genannt, der besonders morgens auftritt. Die Symptome lassen sich kurz unter „AHA-Symptome“ zusammenfassen. Während einer sogenannten „Exazerbation“ werden die Beschwerden für eine kurze Zeit schlimmer, was besonders in Wintermonaten der Fall ist.
Die Therapie von COPD verfolgt mehrere Ziele, u.a. die Linderung der Beschwerden, die Verringerung von Exazerbationen, sowie die Verbesserung der Lebensqualität. Grundpfeiler der Therapie sind Medikamente, wobei in den meisten Fällen zwei Arten eingesetzt werden, die je nach Krankheitsstadium auch kombiniert werden können. Zum einen Bronchodilatatoren, die als Basistherapie eingesetzt werden und die Bronchien erweitern. Darunter fallen Anticholinergika und Wirkstoffe aus der Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika. Zum Anderen das Inhalatives Kortison, welches bei schweren COPD-Verläufen eingesetzt wird. Wichtige Voraussetzung ist die Nikotionabstinenz, was die Beschwerden zwar verringert, aber für die Therapie nicht ausreichend ist. Des Weiteren unterstützen physikalische Therapien die medikamentöse Behandlung, wobei vorallem die Atemgymnastik und die Klopfmassagen zu nennen sind.
Zurzeit ist COPD die vierthäufigste Todesursache weltweit mit 210 Millionen Erkrankten, von denen jährlich etwa 5 Millionen Menschen an der Erkrankung sterben.

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