Burnout-Syndrom
Synonyme
Wenn man an unter dem Burnout-Syndrom leidet, dann befindet man sich in einem Zustand absoluter emotionaler, sowie geistiger Erschöpfung und verringerter Leistungsfähigkeit. Man ist im wahrsten Sinne des Wortes „ausgebrannt“ (eng. to burn out = ausbrennen). Das Burnout-Syndrom ist vor allem in Berufen verbreitet, die einen hohen (auch ideellen) Einsatz erfordern, z.B. Kranken- oder Altenpfleger, Sozialarbeiter oder Lehrer. Burnout entsteht, wenn ein dauerhaftes Missverhältnis zwischen den eigenen Leistungsanforderungen und den beruflichen oder privaten Anforderungen besteht, die den körpereigenen Energiehaushalt und die erlernten Bewältigungsstrategien überfordern.
zum Thema
Der Stress, der daraus resultiert ist durchweg negativ und führt zu einer kontinuierlichen „Überdosis“ an Stresshormonen. Die Folge davon ist der Aufbau von Resistenzen, und somit auch zu Mangelzuständen im Nerven- und Hormonsystem, was gravierende Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit hat, da die dafür verantwortlichen Hormone und Neurotransmitter nur noch in limitiertem Umfang vorhanden sind.
Die genauen Ursachen, die zum Burnout führen sind noch nicht eindeutig geklärt, doch lassen sich mögliche Gründe in den (Über-)Belastungen des Berufsumfeldes finden: schlechtes Betriebsklima, unklare Hierarchie, Mobbing, Angst vor dem Arbeitsplatzverlust, drohende Konflikte oder übermäßiger Stress fallen unter die Liste der möglichen Auslöser. Zudem ist noch die psychologische Seite des Burnouts zu betrachten. Menschen, die mit besonders großen Idealismus und Erwartungen an ihren Beruf herangehen, laufen oft Gefahr am Burnout-Syndrom zu erkranken.
Weitere Risikofaktoren sind: - Starker Ehrgeiz - Besonders ausgeprägter Perfektionismus - Starkes Verantwortungsbewusstsein
Durch die Tatsache, dass das Burnout-Syndrom eher ein individuelles Krankheitsbild ist, lassen sich die Symptome nur schwer generalisieren. Ein vom Burnout-Syndrom Betroffener hat mit körperlichen und psychischen Beschwerden zu kämpfen, wobei erstere psychosomatischer Natur sind, also nicht auf organischen Ursachen basieren, sondern rein psychisch bedingt sind.
Die häufigsten körperlichen Beschwerden bei Burn-Out-Syndrom sind Muskelverspannungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, Gleichgewichtsstörungen, sowie Herzklopfen.
Unter die psychischen Symptome fallen sinkendes Selbstvertrauen, erhöhte Verletzlichkeit bei Enttäuschungen oder Verlusten, stark erhöhte Anfälligkeit für Stress, innere Leere, Aggression oder Depression.
Wie bei fast allen Erkrankungen gilt auch hier: je eher die Behandlung begonnen wird, desto besser! Bei der Behandlung des Burnout-Syndroms müssen die verursachenden Umstände erkannt werden um den Betroffenen wirkungsvoll therapieren zu können. Über die Arten der Behandlung herrscht Uneinigkeit, doch das Hauptziel jeder Therapie ist die kurzfristig-starke und dauerhaft-moderate Stressreduzierung. Darunter können die Psychotherapie, Psychopharmaka, physikalische Maßnahmen (Entspannungsbäder, Massagen etc.), Atemübungen oder autogenes Training fallen. Wichtig ist, dass der Betroffene erkennen muss, dass er ernsthaft krank ist und nicht erwartet von heute auf Morgen wieder gesund zu werden. Erst dann hat eine Behandlung nämlich grundsätzlich Aussicht auf Erfolg.
im Lexikon zu finden als Thema: Burnout-Syndrom,
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