ich brauche mal Tipps von euch anderen, die schon länger als ich (4Monate) arbeiten...
weiß nicht, ob das hier rein passt thematisch :-)
- ist die Einstellung ok, gerade am Anfang jedem Patienten gerecht zu werden und helfen zu wollen? merke nur, dass ich leider manchen nicht helfen kann, wie ichs gerne hätte... obwohl ich vieles ausprobiere und lese.
wann kommt die Einstellung, jeden nach seinem Wissen zu helfen, aber mehr auch nicht? manchmal nehm ich auch die Patienten ins Privatleben mit und denke nach...
- wie geht ihr mit einigen Patienten um:
1) der besserwisser... selbst Therapeut und stellt alles in Frage, was ich mache. (früher hatte man noch UWM gemacht und hatte mir gut geholfen...)
2) der unmotivierte.... ich habe u.a. depressive Pat. und aus der Psychiatrie wen, und deren Compliance ist mangelhaft... aber haben Rückenschmerzen und wollen nur passiv was tun.
3)die freundliche Zicke... stellt auch meine Kompetenz in Frage mit einem komischen Unterton (was hat die Übung mit dem Knie zu tun? und warum soll ich das machen? jetzt reichts aber, die Übung will ich nicht mehr machen!)
gibt bestimmt mehr Typen, aber bei denen verliere ich manchmal die Freundlichkeit und Geduld. Ich bin immer froh, wenn ich meine anderen Pat. behandle.
viele Grüße
11.12.2011 00:46
ging mir genauso, am Anfang wenn du beginnst zu arbeiten, denkt man sich selbst immer man müsste allen gerecht werden, allen entgegenkommen und sich jedem Problem widmen, das ist aber nur so weil man noch frisch und neu im Beruf ist und bis man so die Gegebenheiten kennenelernt hat, sich dem ziemlich anpasst. Einen guten Therapeuten macht in meinen Augen trotzdem den aus, der sich auch seinen Patienten widmet und nicht zu sehr abstumpft, was du in deinen nächsten Berufsjahren oft beobachten kannst, denn viele machen immer dasselbe egal was uaf dem rezept steht oder sind froh wenn ihre Behandlung oder der Umgang anspruchslos und einfach verläuft, dennoch fährst du nach einer Zeit automatisch ein Gang zurück, denn irgendwann kann man nicht mehr allem Aufmerksamkeit und Beachtung schenken, denn manchmal hast du den Kopf so voll dass du auch niht allem gerecht werden kannst, wirst du merken wenn du mal mehr Aufgaben hast, wichtig ist finde ich, dass du für dich selber eine persönlichkeit entwickelst, die im Bezug auf dich selbst und dem Patienten umgänglich und offen ist, dennoch bestimmt und fachlich kompetent, was direkt deine Frage zu den 3 Patiententypen beantwortet, die muss man nicht einzeln analysieren, Fakt ist, dass du bist wie du bist und dich für keinen Pat. verstellen sollst oder umgehen sollst, wenn du eine hast die viel in Frage stellt, dann erklär von dir aus eben während der Behandlung schonmal ein zwei Sachen und warte nicht bis sie erst fragt, versuch sie zufrieden zu stellen, dass hat mit Service und Kompetenz zutun, bei den zurückhaltenden Typen, sei motivationsvoll, animiere, sei aufgeschlossen rede,auch wenn du größtenteils mit dir redest, strahle Selbstbewusstsein aus, zeige dass du Präsent bist, du wirst damit nicht viel erreichen,denn diese Pat. sind schwer zu motivieren, aber vielleicht hast du damit trotzdem erfolgschance, geh einfach motivierend aber locker und mit einer gelassenen Einstellung ran.
lg