erstellt von stephan vor 5.9j
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Gesundheitsreform - Eckdaten


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Gesundheitsreform Teil II - selbstverschuldete Unfälle sollen aus eigener Tasche gezahlt werden

Die Experten von Union und SPD haben sich mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) auf die ersten Grundzüge der geplanten Gesundheitsreform geeinigt.

Die kurzfristige Kostendeckung der Reform zahlen u.a. die, die aus Sicht der Experten das Gesundheitssystem unnötig belasten. Die Kosten selbstverschuldeter Unfälle sollen daher zukünftig nicht mehr von den Kassen übernommen werden. Auch teure Folgebehandlungen bei Piercings, nach Tätowierungen oder Misslungenen Schönheitsoperationen sollen die Versicherten demnächst selbst zahlen. Bis zu 10 Milliarden Euro will die Regierung so einsparen. Die Risiken werden dann die Versicherten selbst über spezielle Versicherungskonzepte abdecken müssen oder eben aus der eigenen Tasche zahlen.

Auf Dauer soll das Gesundheitssystem aber durch die Zuzahlung aller bisherigen versicherungspflichtigen Bürger finanziert werden. Dazu sollen Politiker und Beamte auch noch einzahlen. Um die Geldströme zu bündeln, will die Regierung daher einen Gesundheitsfonds einführen. Ob und inwieweit andere Gruppen, wie
Privatversicherte und/oder Selbstständige mit einzahlen, ist noch im Gespräch.
Aus diesem Mega-Geld-Topf bekommen die Krankenkassen pauschal pro Versicherten 150 bis 170 Euro im Monat. Mit diesem Betrag müssen sie auskommen. Falls nicht, drohen den Versicherten weitere Beitragserhöhungen.

Wer zahlt wie viel in den Fonds ein:

• Der Beitrag der Versicherten bleibt vorerst konstant (ca. 7,5 % vom Bruttolohn) – solange die Gesundheitsausgaben nicht steigen.

• Die Arbeitgeber werden dauerhaft entlastet. Ihr Beitrag wird bei ca. 6 % eingefroren. Ziel: Steigen die Gesundheitskosten, bleiben Unternehmen von künftigen Beitragsanhebungen verschont.

• Die Gesundheitskosten für Kinder (bis 16 Milliarden Euro pro Jahr) sollen aus Steuermitteln finanziert werden – entweder durch zusätzliche Beiträge der Versicherten oder durch eine neue Steuer („Gesundheitssoli“).

• Wer darüber hinaus bei einer schlecht wirtschaftenden Kasse versichert ist soll, laut Bild vom 29.6.2006, auch noch gezwungen werden, einen Zusatzbeitrag zu leisten. Höhe: Ein Prozent des Bruttolohns.

Es scheint also, als ob die Bürger Ihre Reform selbst bezahlen müssen und dass bei einem Scheitern der Reform die Bürger erneut geschröpft werden.

Wer sich nicht länger zur Kasse bitten lassen möchte, der sollte (soweit möglich) einen Wechsel in die private Krankenversicherung erwägen. Deren Beitrag zur Reform wird sicherlich härter verhandelt werden.



Quelle: Einsurance.de


Nichts muss für immer so sein, nur weil es immer so gewesen ist.

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