erstellt von bjarna vor 5j
2991x betrachtet

ARTE Themenabend Wenn der Rücken schmerzt 26.06.


http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=688593,day=4,week=26,year=2007.html
Dienstag, 26. Juni 2007 um 20.40 Uhr
Wiederholungen :
27.06.2007 um 14:40

Wenn der Rücken schmerzt
ZDF


Rückenschmerzen sind unbestritten eine Volkskrankheit in allen westlichen Zivilisationen. Der Themenabend beschäftigt sich eingehend mit diesem Phänomen. Er beleuchtet den aktuellen Wissensstand, stellt neue Therapieansätze und Behandlungsmöglichkeiten vor, untersucht das Für und Wider gängiger Behandlungen und erzählt persönliche Geschichten von Menschen mit unterschiedlichen "Rücken-Karrieren".


ZDF / © Monika Kirschner/Tag/Traum
Kaum ein Krankheitsbild verdient den Namen "Volksleiden" so sehr wie Rückenschmerzen. Sie gehören zu den akuten oder chronischen Beschwerden, mit denen fast jeder Mensch Bekanntschaft macht. Rückenleiden zählen außerdem zu den teuersten Krankheiten. Sie verursachen die meisten Arbeitsausfälle und Frühverrentungen. Doch trotz ständig zunehmenden Wissens und enormer Ausgaben für Diagnostik und Therapie bleiben Rückenschmerzen ein fast unverändert gravierendes Problem. Und in kaum einem anderen medizinischen Bereich gibt es so große Unsicherheiten über die Ursachen der Schmerzen, so unklare Zusammenhänge zwischen Befund und Befinden.
Mit der falschen Therapie läuft der Patient Gefahr, dass seine Rückenprobleme chronisch werden, besonders wenn die Behandlungen auf Schonungsempfehlungen, Spritzen und Operationen basieren.
Seit einiger Zeit etabliert sich ein Paradigmenwechsel. Vorreiter der "Rücken-Revolution" ist der Orthopäde und Chirurg Gordon Waddell aus Glasgow, der nach jahrzehntelangen klinischen Erfahrungen provokante Thesen formuliert. Waddell bezeichnet das tradierte medizinische Erklärungsmodell des Rückenschmerzes als eigentliche Ursache der sich ausweitenden Beschwerden. Er kritisiert Über-Therapie, Über-Medikation und zu häufige Operationen. Mehrere internationale Studien stützen seinen neuen Blick auf den Rücken. Waddell propagiert vor allem mehr Bewegung. Der Schlüssel zu einem "starken Rücken" scheint in deutlich erhöhter körperlicher Aktivität im Alltag zu liegen.

http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=763231,day=4,week=26,year=2007.html
Dienstag, 26. Juni 2007 um 20.40 Uhr
VPS : 20.40
Wiederholungen :
27.06.2007 um 14:40

Die neue Rückenmedizin
Dokumentation, Deutschland / Großbritannien / USA 2006, Erstausstrahlung
Regie: Monika Kirschne


Die Dokumentation begleitet acht Menschen mit chronischen Rückenschmerzen bei ihrem Versuch, wieder am Leben teilzunehmen und zu arbeiten. Die Geschichten der vier Männer und vier Frauen zeigen eindrücklich, wie stark Rückenschmerzen auch von biografischen Aspekten abhängen. Vorgestellt werden außerdem klassische Behandlungsmöglichkeiten, Hightech-Methoden, Bandscheibenoperationen und die neuen Ansätze von Bewegungstherapie und Psychosomatik.


ZDF © Monika Kirschner/Tag/Traum
So allgegenwärtig das Problem Rückenschmerzen scheint, so wenig gesicherte Erkenntnisse gibt es über die Ursachen und die richtige Behandlung. Vorurteile, Halbwissen bis hin zu pseudowissenschaftlichen Märchen sind wohl bei keinem Krankheitsbild so verbreitet wie beim Rückenschmerz. So ist der oft unterstellte Zusammenhang von Rückenschmerzen mit sitzender Tätigkeit oder harter körperlicher Arbeit nicht erwiesen.
90 Prozent aller Rückenschmerzen gelten als "unspezifisch", das heißt, es lassen sich keine Auslöser für die Schmerzen finden. Auch gibt es keine sichere Korrelation zwischen den Ergebnissen bildgebender Verfahren und Schmerzen. So gibt es Patienten mit deutlich pathologischen Wirbelbefunden ohne Schmerzen und solche mit gesunden Wirbeln und starken Schmerzen. Alle Behandlungsmethoden sind für sich betrachtet wenig zufrieden stellend. Was fehlt, ist ein ganzheitlicher Ansatz.
Doch es tut sich was. An neuen Rückenzentren führen Orthopäden, Radiologen, Neurochirurgen, Sportmediziner, Psychologen und Physiotherapeuten das Wissen ihrer Disziplinen zusammen. Die klassische Trennung zwischen Hightech und Naturheilkunde ist aufgehoben. Mittlerweile gilt auch als bewiesen, dass die Psyche einen entscheidenden Einfluss auf die Schmerzen im Kreuz hat. In den Krankengeschichten spielen deshalb belastende Lebensgeschichten häufig eine Rolle.
Für den Paradigmenwechsel in der Sicht auf Genese und Therapie von Rückenschmerzen gilt europaweit der schottische Professor Gordon Waddell als Experte. Sein ganzheitlicher Ansatz wird auch in Deutschland von so genannten neuen Rückenzentren vertreten.
Die Dokumentation begleitet vier Frauen und vier Männer mit chronischen Rückenschmerzen bei ihrem Versuch, wieder am Arbeitsleben teilzunehmen. Sie gehören zu einer Gruppe in einem Berliner Rückenzentrum. Alle acht haben einen langen Weg in die Chronifizierung ihres Leidens hinter sich. Deutlich wird, wie unterschiedlich die Genese der Schmerzen und wie wichtig deshalb der ganz eigene Weg im Umgang mit den Schmerzen ist, und dass ein interdisziplinärer Ansatz, der ausdrücklich auch die seelischen Anteile der Schmerzen in Diagnose und Therapie einbezieht, richtungweisend erscheint.


http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=763233,day=4,week=26,year=2007.html
Dienstag, 26. Juni 2007 um 21.40 Uhr
VPS : 21.40
Wiederholungen :
27.06.2007 um 15:40

Bewegung - Das Medikament der Zukunft
Dokumentation, Deutschland / Finnland / USA 2006, Erstausstrahlung
Regie: Marion Schmidt


Bewegungsmangel gilt als einer der größten Risikofaktoren für die Gesundheit. Die Dokumentation erklärt, warum es für Menschen jeden Alters wichtig ist, sich ausreichend zu bewegen, und stellt Projekte zur Förderung körperlicher Aktivitäten vor.


ZDF © Marion Schmidt
Bewegungsmangel gilt als einer der gefährlichsten Risikofaktoren für unsere Gesundheit. Mindestens so gefährlich wie Rauchen sagen die Experten. Laut Weltgesundheitsorganisation sind heutzutage zwei Drittel aller Kinder körperlich zuwenig aktiv. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass sich die gesundheitliche Verfassung unserer Kinder bereits deutlich verschlechtert hat. Die Zivilisationskrankheit 'Bewegungsmangel' wird in einer alternden Gesellschaft zur tickenden Zeitbombe.
Es gibt aber auch erfreuliche Neuigkeiten: Zunehmend entdecken Mediziner die erstaunliche Heilkraft von Bewegung. Körperliches Training wird immer öfter zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt, gezielt und präzise dosiert wie ein Medikament. Die Erfolge sind verblüffend, selbst bei schwerkranken Herz- oder Krebspatienten.
Sich ausreichend zu bewegen ist in jedem Alter wichtig. Bei Erwachsenen reicht eine halbe Stunde moderater körperlicher Aktivität pro Tag, um deutliche gesundheitliche Effekte zu erzielen. Es ist auch nie zu spät, damit anzufangen. Selbst 90jährige sind noch trainierbar. "Was oft als Alternsvorgang verstanden wird", sagt der Sportmediziner Heinz Mechling von der Deutschen Sporthochschule in Köln, "ist in hohem Maße das Resultat von Inaktivität".
In ihrer Dokumentation lässt Marion Schmidt Ärzte, Wissenschaftler und Praktiker zu Wort kommen, die sich mit den verschiedensten Aspekten des Themas 'Bewegung' beschäftigen. Der Film stellt Projekte zur Förderung körperlicher Aktivität vor, unter anderen den "Schulbus zu Fuß" in Rom, eine bewegungsfreudige Schule in Bonn, die "10 000-Schritte"-Kampagne im belgischen Gent und das Krafttraining für Hochaltrige im Modellprogramm "Fit für 100". Was bei lebenslangem Training möglich ist, zeigt der Film am Beispiel von Konrad Thurano. Mit seinen 98 Jahren steht der älteste Artist der Welt noch jeden Abend auf der Bühne.

Antwort schreiben

Thema: ARTE Themenabend Wenn der Rücken schmerzt 26.06.

Formatierungsmöglichkeiten: [b] ~ [i] ~ [img] ~ [quote] ~ [url] - Hilfe

Login: