erstellt von sw78 vor 7.5j
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erstes praktikum eines pt-schülers,der horror!


hallo ihr da draussen.
mache seit gestern mein erstes praktikum meiner ausbildung(bin im 1.)
4 wochen in einem rehazentrum im fachgebiet ortho/chirugie.
es ist der totale horror.
der gestrige tag begann damit das man mir kaum als ich mich vorstellte 4 rezepte in die hand drückte und ich bereits am ersten tag 4 patienten behandeln mußte die ich zuvor noch nicht mal gesehen hatte.und das alleine!
beispielsweise muß ich sachen behandeln,wobei ich mir unsicher bin ob die methode richtig.beispiel:supraspinatus-syndrom.da hieß es friktier mal ein bißchen die ansatzsehne und massiere mal dort ein wenig und du machst das schon.
der chef hat mich heute noch nicht mal wahrgenommen,kein wie gefällst dir hier,kommst du klar,hast du fragen.
ich habe als praktikant eines tagesbehandlungsplan wie ein profi.
muß morgen früh beispielsweise eine cervicalgie,ein hws-bws syndrom bei einem patienten mit herzbeschwerden,eine Coxarthrose und linke schulter postop behandeln.
ich weiß nicht was ich speziell durchführen muß.
ich kriege das rezept in die hand gedrückt und soll gleich professionell arbeiten.aber das kann ich nicht!
ich sollte mich sogar als aushilfs-pt ausgeben,weil der chef meinte ein behandelnder praktikant macht sich bei den patienten nicht so gut.
die kollegen haben immer was zu tun,ich muß mich förmlich aufdrängen um was zu erfahren.kein ansprechpartner,kein mentor der einem zur seite steht.
hauptsache in der kabine malochen und so tun als würde man alles richtig machen.
mein mitschüler der ebenfalls dort ist(wir sehn uns nur beim schichtwechsel)
ist ebenfalls total frustriert und überfordert.
und ich habe jeden morgen schiss zum praktikum zufahren,weil ich angst habe
den anforderungen nicht gewachsen zu sein.
manchmal denke ich ich muß doch schon viel wissen und fähig sein patienten zu behandeln.aber ich bin doch erst 7 monate in ausbildung.
die leute vom praktikum wissen das ich erst schüler im 1.bin,aber ich fülle schon ihre patientenlücken.
wißt ihr..ich bin total frustriert und meine motivation ist auf dem tiefstpunkt.
ich habe keine lust mehr auf dieses scheiß rehazentrum,es bereitet mir jeden morgen übelkeit.
ich bin total auf mich allein gestellt.
ich will zwar keine memme sein,aber ich brauche eure unterstüzung.
was habt ihr für erfahrungen mit praktika gemacht?vielleicht die gleichen?
meine schule will ich vorerst noch nicht kontaktieren.
erst eure meinungen!
ist das der alltag eines praktikanten.?
wenn das der alltag ist,na dann....
schreibt eure meinung dazu,alles!!

sw78

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Thema: erstes praktikum eines pt-schülers,der horror!

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vor 7.5j
jadefalke
23.11.2004 22:22

Also ich kann nur aus der Klapp-Schule in Marburg berichten, wo das Praktikum auch nach einem 3/4 Jahr beginnt, dort aber nur 3 Std. pro Tag ausmacht und Schulbegleitend durchgefuehrt wird.

Vorbereitung aufs Praktikum war sehr gut und da die Klapp-Schule im Klinikum integriert ist, kommen die Dozenten auch sofort vorbei, bzw. schauen immer mal wieder rein, damit auch alles glatt laeuft.
Patienten werden nach Faehigkeitslevel des Schuelers ausgewaehlt, somit wird man sanft eingefuehrt.

Tut mir leid zu hoeren, dass es bei Dir so hart ist...

vor 7.5j
stephan
23.11.2004 22:53

hi sergio,

das klingt ja alles echt derb. mein erstes praktikum hat mich auch etwas ins kalte wasser geworfen - immerhin hat ja glaube noch keiner vorher nen patienten behandelt. aber das bei dir ist schon nen starkes stück.
hätten die dich mit massage, elektro und bewegungsbädern konfrontiert hätt ich gesagt .. praxis sammeln - zähne zusammenbeißen .. durch und daraus lernen.

aber die von dir genannten khb sind ja auch was, wovor ich selbst im 3. keine panik - aber doch respekt habe.

die planung von praktikanen als volle stellen ist leider bekannte alltäglichkeit - ein in meinen augen riesiger missstand. so kann man sich fehler angewöhnen, die man unter aufsicht sicher nicht machen würde - bzw ausmerzen könnte.

du solltest den leuten da echt auf die ketten gehen - DIE SIND FÜR DICH VERANTWORTLICH!. damit meine ich nicht nur, dass sie durch die einwilligung dir einen paktikumsplatz zu gewähren auch einen lehrauftrag übernommen haben sondern auch, dass alles was du tust durch deinen mentor versichert und abgesichert ist.
es kann keiner erwarten, dass du das bewältigst und alles kannst - DESHALB BIST DU IM PRAKTIKUM - ZUM LERNEN! wenn es dir keiner zeigt kann ich dir eigentlich nur raten, dass du nur das machst, was du mit deinem gewisen vereinbaren kannst. taste dich langsam ran.
- schade dabei ist, dass die patienten durch fehlende aufsicht keine 100%ige therapie bekommen (ist kein vorwurf - woher sollst du es auch wissen?) .. ich mache diesen vorwurf der einrichtunng, da diese bestrebt sein sollte eine perfekte und maximale therapie zu bieten - wir arbeiten schließlich nicht an werkstücken - sondern am menschen!

aus meiner position von hier aus kann ich dir nur die hilfe anbieten, die ich mit meinem wissen bieten kann - aber hier sind über 800 leute, die da sicher auch noch mit helfen können. sammle einfach deine probleme und fragen übern tag und wir reden drüber. ich bin mir sicher, dass viele fragen die du hast auch vielen anderen auf der seele brennen - immer her damit - wir beißen nur im notfall ;)

aus dem text oben nehme ich aber auch, dass du dir beim schreiben etwas luft machen kannst. rede mit leuten deiner klasse usw .. das beruhigt auch schon etwas, wenn man weiß, dass besonders in den ersten tagen alle bissi abkotzen (wenn du da auch ein extremes bsp darstellst in meinen augen)

also dann .. trau dich und nerv die leute (leichter gesagt als getan - ich weiß :-/ )

KOPF HOCH
viele grüße
stephan

vor 7.5j
sw78
24.11.2004 14:51

hi stephan,

endlich...mein dritter tag ist vorbei.
ich hatte heute satte 11 patienten.
aber ich mußte aktiv werden und so bin ich heut morgen zum chef rein und hab ihm gesagt das ich spezielle behandlungen noch nicht (korrekt)durchführen könne,da ich sie noch nicht hatte.
und das ich mir das alles ein bißchen anders vorgestellt habe,bezüglich sanfte einführung,zugucken,dann vielleicht mal selbst(nach absprache) behandlungen durchführen.
er meinte darauf,alle seine bisherigen praktikanten seien diesbezüglich "fit"gewesen im behandeln und ob ich denn keine praktika-vorbeitung gehabt habe.
auf jeden fall bekomm ich erstma keine neuen patienten(krankheitsbilder)dazu.
ich behandle erstma die die ich schon hab weiter.und nächste woche können wir bei der wirbelsäulen-mobi mal zugucken.
mein mitschüler mit dem ich vorhin beim tausch sprach ist immer noch unmotiviert und frustriert.
naja,heut 11 patienten gehabt.tennisellenbogen,cervicalgie,supraspinatus-syndrom....etc.und immer die gleiche aufforderung friktier mal da und massiere mal dort.
das hab ich getan...aber die probleme der patienten werde ich nicht beheben können,weil das was ich mache(ist es korrekt?) nicht helfen wird.
es ist immer schema f nachdem behandelt wird.und die erfahrung innerhalb von 20!!minuten eine wirksame und dem patienten angepaßte spezielle behandlung zu gewährleisten habe ich nicht.nach dem motto ich seh mit bloßem auge was du hast.
ich hatte teilweise noch nich mal 20 min.für einen patienten zeit,da drängelte man schon rum.kurz bevor ich heute schluß gemacht habe,sagte eine kollegin zu mir,man wird immer ins kalte wasser geschmissen als "elton".
ich weiß nicht wie es weiter gehen wird.....und ob:-).
morgen gehts weiter.
ich halt euch auf dem laufenden.

sw78

vor 7.5j
mel_a
25.11.2004 19:27

Hi du!
Also ich kann dir voll nachfühlen.Mein erstes Praktikum war auch voll der Horror. Ich hatte 4Wochen Traumatologie und in der Schule noch keine einzige Woche Chirurgieunterricht. Also keinen Plan von nichts. Keine Krankheitsbilder und spezielle Behandlungstechniken. Meine Mentorin war von meiner Inkompetent dermaßen überfordert, dass ich nur Gangschulen und ein bischen passives Bewegen machen durfte. Ich würde das auf alle Fälle der Schule melden oder zumindest bei der Hospitation deiner Lehrer ansprechen. Hut ab, dass du den Mut hattest den Chef drauf anzusprechen. Ich bin damals fast dran kaputt gegangen und wollte alles an den Nagel hängen. Aber ich sage dir, es ist nicht in allen Einrichtungen so schlimm. Werdet ihr von der Schule zugewiesen oder könnt ihr euch eure Einrichtungen selbst aussuchen? Manche deiner Krankheitsbilder würde ich gerne mal behandeln. Obere Extremität wird in unseren Einrichtungen möglichst von uns ferngehalten, v.a. Schulterverletzungen. Das finde ich sehr schade, schließlich können wir in der Prüfung einen Schulterpatienten bekommen und dann ist man doppel unsicher.
Sieh es als Herausforderung und lass den Kopf nicht hängen, die vier Wochen gehen vorbei und es werden noch schönere Praktikas kommen.

Bis dann Mela

vor 7.5j
sw78
28.11.2004 21:07

hallo mela.
vielen dank für deinen beitrag,es ist gut das es außer mir noch andere gibt/gab.
nein,wir können uns den praktikumsplatz nicht selbst aussuchen.
die schule hat wohl verträge nur mit bestimmten einrichtungen(klinik/rehazentrum/praxis etc.)
wir können jediglich vor den terminen entscheiden an welcher einrichtung wir teilnehmen möchten.
ich habe vor einigen tagen auch schon meine schule kontaktiert und mein leid vorgetragen.sie würden mir sofort helfen wenn ich ihnen mitteilen würde was sie für mich tun könnten.die leitung an meiner schule ist sehr kompetent und ich fühle mich auch als schüler an meinem institut stets aufgehoben.ich verzichtete jedoch darauf das die schule in mein praktikum eingreift.
ich möchte mir nicht noch weiteren unangenehmen streß mit dem rehazentrum antun.
es ist ja nicht so das dort alle auf mir rumhacken,eher im gegenteil ich habe da voll meine ruhe.kriege einen haufen patienten und muß mit denen allein klarkommem.so gehts natürlich auch.
seit einigen tagen geht es mental auch wieder etwas aufwärts.
ich werde die drei wochen auf jedenfall noch durchziehen,denn aufgeben würde mich auch nicht weiterbringen.eher im gegenteil.
und dann ist auch ein kapitel dunkler praktikumsgeschichte auch erstma ad acta gelegt.
ich würde mich dennoch über einige erfahrungen in form von beiträgen eurerseits freuen.


sw78

vor 7.3j
ansa
30.01.2005 16:39

Hallo sw78,

mich würde interessieren, wie die restlichen 3 Wochen deines Praktikums verlaufen sind.

Ich hatte bis jetzt ein Orientierungspraktikum von einer Woche, was eigentlich sehr schön war. Ich wurde, wie weiter oben schon einmal geschrieben "sanft" an den Alltag einer Praxis herangeführt. Nur fühlte ich mich die ersten Tage irgendwie überhaupt nicht wohl, weil ich nicht richtig wußte was ich mit mir anfangen sollte und was ich fragen sollte. Letztendlich durfte ich auch massieren und Interferentiestrom anlegen was meine Stimmung zum Ende hin doch erheblich steigerte... :-) Im April mache ich dort noch mein Zweites Praktikum und freue mich mittlerweile riesig drauf...

Alles Gute weiterhin und Groetjes, Peggy

vor 7.3j
sw78
02.02.2005 22:21

hallo ansa.

die letzten wochen sind nicht viel anders gelaufen.
ich habe soweit behandelt wie es mein fachliches wissen zuließ.
keine experimente,nichts was den patienten schaden könnte.
wenn ich jetzt zurückschau,kann ich eher nur schmunzeln.
nun,das war mein 1. praktikum..sicherlich nicht das vorbildlichste,aber
dennoch eine erfahrung wert.
übrigens:meine schule läßt nach meinen erfahrungsberichten keine erstkurs-schüler mehr dort hingehen.
nur die kurz vorm examen stehen,können dort noch ihr abschlußpraktikum machen.
na immerhin...
danke für eure beiträge

sw78

vor 7.3j
ansa
05.02.2005 17:27

Hoi SW,

danke für deine Antwort...
na da konntest du ja doch wenigstens die neuen schüler vor so einem praktikum schützen... und es freut mich, dass du die ganze Sache letztendlich doch mit einem Schmunzeln betrachten kannst. :-)
Ich wünsche dir alles Gute und einen schönen nächsten Praktikumsplatz.
Groetjes, Peggy

vor 7.1j
kochi86
11.04.2005 20:33

Hi @ all

ich kann nur sagen man kann großes Glück oder auch großes Pech haben!

Als unser Kurs das erste Praktikum hatte gab es verschiedene Meinungen und auch Praktikumsbewertungen.

Ein krasses Bsp. war z.B.:

aus meinem Kurs musste eine ins Psychiatriepraktikum, obwohl wir noch nicht eine Stunde Psychiatrie hatten und dann gleich in ne Suchtklinik.
Dort gab es auch keine Betreuung durch einen Mentor, denn sah man mal kurz früh und dann den ganzen Tag nicht mehr, ->die hatte mehr mit Ihrer Schmincke zu tun als mit Patienten.
Außerdem war auch sonst gleich von den Praktikanten gleich am ersten Tag alles abverlangt, über Gruppenplanung (keiner wuste welcher Patient wer ist und dann ne Gruppe formen - geil), über gesamte Buchhaltung am Nachmittag und noch bestimmte Sonderregelungen der Einrichtung.

Keiner half einem bei der Befundaufnahme im ersten Praktikum. Fragen konnte man nicht stellen, man hatte zwar ne Telefonnumer für Notfälle, aber da ging eh keiner dran. Es wurde im gesamten Praktikum (ganze 8Wochen) nicht einmal bei einer Patientenbehandlung zugeschaut, man hätte auch einen Patienten der einen gebrochenen Arm hatte den Fuß behandeln können, dass hätte keiner gemerkt.

Ich sag nur, die Schulen sollten Ihren Mentoren der vers. Praktikumsplätze mal mehr auf die Pelle rücken, dass die uns besser betreuen sollen (zumindest in den ersten Praktika).
Jedoch wenn die Schule so anfängt, muss Sie Angst um Ihre Praktikumsplätze haben - ist halt ne scheiß Klausel.

Ist so ähnlich wie der Vorlesungsunterricht an unserer Schule (gehört zwar hier nicht her, aber naja). Der Unterricht läuft schon seit einigen Jahren vor den Baum. Speziell Neurologie, ist schon scheiße wenn man das Fach abschließt und noch nie was über Parkinson o.ä. gehört hat. Das wissen zwar die Direktoren der Schule, können aber nichts machen, da wir Praktikumsstellen in den Kliniken haben wo die Ärtze herkommen die uns unterrichten. Unsre Abschlussarbeit in Nero war der Hammer, die Lehrerin die bei uns Aufsicht hatte (Direktorin), hatte sich die Arbeit durchgelesen und hat nur fragend in den Kurs geschaut - wer soll das den wissen (Ihre Worte), Sie würde das gern mal einem Arzt vorlegen, ob der das lösen könnte.

Naja egal ich schweife vom Thema ab.


Auf jeden Fall will ich zum Schluss noch sagen, entweder man steht das einfach nur durch und behandelt die Leute eventuell falsche oder muss mal seine ganze Mut zusammen nehme und seinem Mentor direkt die Meinung sagen.

Bei uns geht`s da jetzt einigermaßen, wir haben Leute die wir anrufen können, mit dennen wir dann die vorliegenden Probleme lösen können.

vor 7.1j
geertjeuring
11.04.2005 21:08

Hallo Forum, dies ist ein Teil von der Informationsbrochure den wir unsere Schüler ca. 6 Wochen vor dem ersten Praktikum ausreichen. Vielleicht hilft es in Zukunft weiter:

Vor dem Praktikum
Vor dem Praktikum ist es ratsam mindestens zwei Wochen vor Praktikumsanfang kontakt zur Praktikumsstelle auf zu nehmen und vielleicht mal vor bei zu schauen. Normalerweise ist ja der erste Praktikumsanfangtag an einem Montagmorgen und da ist meisten nicht so viel Zeit für ein kleines Gespräch. Fragen die Sie bei ihren ersten Kontakt stellen können und vielleicht auch sollten:
=>Welche Kleidung wird erwartet ?
=>Brauchen Sie spezielle Sachen wie zum Beispiel Goniometer.
=> Wie wird ihre Arbeitswoche aussehen ? (Anfangszeit? Arbeitszeit?, Pause? Mittagessen?)
=> Werden Sie unter Begleitung arbeiten ?
=> Wenn Sie durch aussergewöhnliche selbst verschuldete Körpermerkmale auffallen (denken Sie dabei an Irokesenschnitt, blaues Haar, aussergewöhnlich Piercings, usw. ), kann es ratsam sein das kurz mit der Praktikumsbegleitung vor Ort zu besprechen.
=> Lassen Sie sich am besten vorher schon ein Befundbogen der Institution geben (falls vorhanden), damit Sie den schon mal vergleichen können mit die Befundböge der WFA


Der erste Praktikumstag
Dieser ist für jeden verschieden. Der Grund dafür ist das es pro Praktikumsstelle verschieden ist wie Sie eingesetzt werden. Mancher kriegt am ersten Praktikumstag schon eine Liste mit Patienten die er behandeln soll, mancher berührt erst in Woche 2 sein erster Patient. Wenn Sie im Vorfeld nachgefragt haben, kommen Sie nicht für Überraschungen zu stehen. Es ist klar das eine zu rasche Anführung an die Praxis nicht wünschenswert ist, aber es lässt sich nicht immer vermeiden.

Tips für den ersten Praktikumstag
=> Seien Sie pünktlich, oder vielleicht sogar 10 - 15 Minuten zu früh.
=> Lassen Sie sich nicht überwältigen von die Masse an neuen Informationen die Sie kriegen, sondern machen Sie sich am besten kleine Notizen, so das Sie sich am Abend so einiges nachgucken können.
=> Machen Sie ihren Praktikumsbegleiter deutlich, das Sie gerade erst einen Jahr (je nach Praktikum verschieden) gelernt haben, und das womöglich noch nicht alle Krankheitsbilder/ Behandlungstechniken behandelt wurden. Weil die meiste Praktikumsstellen Praktikanten von mehreren Schulen kriegen und die Einfüllung des Kurrikulum hier und da unterschiedlich ausfällt. !
=> Sprechen Sie so schnell wie möglich einen Termin ab für die erste Bewertung. Sehe unten.
=> Versuchen Sie aktiv die Arbeit zu sehen. Viele von Ihnen haben vielleicht noch nicht gearbeitet. Die Arbeit kommt nicht auf einen zu, manchmal muss man sie auch suchen. Denken Sie dabei auch an einfache Handlungen wie sauber halten der Kabinen, Wäsche falten, Vorbereitungen treffen für Fangobehandlungen usw.
=> Holen Sie so viel wie möglich aus das Praktikum. In die meiste Praktikumsstellen gibt es sehr viele Möglichkeiten mit zu gucken bei zum Beispiel Operationen, den orthopädischen Werkzeugmacher usw. Auch diese Sachen muss man vor allem selber initieren, man wird sie Ihnen nicht nachtragen.
=> Haben Sie immer ein par Bücher dabei zum nachgucken ( und vielleicht auch das Skript). Fragen Sie ihren Dozenten welche Bücher sich da empfehlen.
=> Stellen Sie sich selber Aufgaben, so wie wir es auch in der Ausbildung gemacht haben.
=> Versuchen Sie schon am Tag vorher zu wissen welche Patienten Sie am nächsten Tag haben und bereiten Sie zu Hause die Untersuchung/ Behandlung vor.
=> Versuchen Sie methodisch zu handeln, mit Hilfe von Anamnesebogen, ICIDH Schema und Therapieplanung (oder Vorgaben der einzelne Dozenten).
=> Versuchen Sie so viel wie möglich verschiedene Krankheitsbilder zu befunden/ behandeln!
Die erste Evaluierung/ Bewertung

Sie werden merken das die Praktikumszeit ziemlich schnell vorbei gehen kann und dann besprechen Sie in der letzte Woche Ihrem Praktikum mit dem Praktikumbegleiter vor ort und dieserer sagt: "Also allem in allem fand ich ihr Praktikum schlecht, Sie kriegen von mir eine 4". Sie schlackern mit den Ohren und verstehen die Welt nicht mehr. Wieso denn ? Sie haben ja die ganze Wochen keine Kritik gehört ? Was war dann falsch ? usw.
Um diese Situation zu vermeiden, raten wir nach 3 bis 4 Wochen (abhängig von der Praktikumsdauer) eine Evaluierung mit den Begleiter zu machen von Ihren Schwächen und Stärken, diese auf Papier zu stellen und wenn die Bewertung negativ ausfällt, jede Woche bis zu Praktikumsende dies kurz zu wiederholen. Auf diese Weise haben Sie als Praktikant die Chance sich zu verbessern, aber Sie biegen auch ein eventueller Unfairness bei der Beurteilung vor.
Es gibt ein Problem mit der Praktikumsstelle
Es passiert immer wieder das Probleme auftreten zwischen Praktikanten und Praktikumsstelle. Dies ist ein normaler Vorgang die auch in normale Arbeitsverhältnisse statt findet. Manchmal handelt es sich um triviale Dingen wie zum Beispiel eine unterschiedliche Meinung über die Arbeitszeiten, aber manchmal kommt es auch zu heftigere Konflikte.

Was zu tun ?
Allererst versucht man das Problem selbst zu lösen in dem das man mit der Praktikumsbegleiter vor Ort darüber spricht. Führt dies nicht zu dem gewünschtem Resultat schaltet man den Praktikumsbegleiter von der Westfalenakademie ein, er oder sie wird dann versuchen in den Konflikt zu bemitteln, oder wenn es Vorlagen zu der Situation gibt diese klar zu machen. Der Praktikumsbegleiter der WFA ist objektiv, das heisst das beide Parteien in ein Konflikt für Ihm gleich sind.

Was zu tun wenn es wirklich grossen Krach gibt ?

Es hat einen grossen Krach gegeben, der Praktikumsbegleiter hat Ihnen das Praktikum gekündigt oder Sie haben ihm gekündigt. In so einem Fall solltest Sie sich unverzüglich bei der Akademie (Frau Esken) oder bei Ihrem Praktikumsbegleiter der WFA melden.

Gruß

Geert

vor 6.8j
ptuli
10.08.2005 17:47

hy ihr alle. schön zu wissen das es anderen auch so geht im 1. Praktikum. Ich wurde auch gleich ins kalte Wasser geworfen, gleich früh ne freiwillige Gruppentherapie für Neuro-Patienten. Ich hatte noch nich einmal neuro unterricht und null ahnung was da für Patienten liegen. Denzufolge war die erste Gruppentherapie auch der volle reinfall. aber man lernt draus, mittlerweile macht es sogar den Patienten spaß. Um nicht ganz dumm dazustehen wenn man einen Patienten behandelt hab ich mir auch angewöhnt immer nach Feieraben mich per Internet o.a. über Krankheitsbilder zu informieren die ich behandeln muss, kann ich echt nur empfehlen diese Methode, da steht man am nächsten tag gleich viel sicherer vorm Patienten und kann besser mit ihm umgehen. die beste Methode ist aber noch immer die Mentoren zu nerven,nerven,nerven und Löcher in den Bauch zu fragen, die sind schließlich für uns verantwortlich. Fragen kostet schließlich nichts und die Zeit müssen sie sich nehmen, schon aus versicherungstechnischen Gründen ;-)
wünsch allen noch ein schönes Praktikum und kopf hoch wenns mal nich Funktioniert, man kann ja nich alles beim 1. mal können
PS: eure Site ist echt spitze, hab schon etliche Dokumente gefunden die mir Behandlung und Befundaufnahme erleichtern

vor 6.7j
schlesi18
14.09.2005 17:16

Hallo hallo!
Dieser Beitrag ist zwar schon etwas älter, aber wenn ich über solche Zustände lese, da raufe ich mir wirklich die Haare!!!! Wie kann man Schüler in Praktika schicken, die sie noch gar nicht im Unterricht besprochen haben?????? Tut mir leid, aber was sind das für Schulen? Kann ich in keinster Weise nachvollziehen. Und dann noch jemanden im erstn Einsatz in die Neurologie ohne jegliche Kentnisse zu schicken, unglaublich. Da können die Schüler sicherlich nichts für, aber von der Schule ist das eine Frechheit und ist wirklich stark Patientengefährdend Gerade in der Neuro ist alles ein Bißchen komplizierter und nicht sooo auf die schnelle zu verstehen. Ein Knochenbruch ist ein Knochenbruch, schön und gut, aber zB. ein Mediainfarkt ist noch lange immer das typische Bild eines Hemiplegiepatienten usw. Schon bei der Lagerung und beim Transfer ist es doch schon super wichtig zu wissen, was man tut, geschweige denn von einer richtigen Therapie....! Wie kann ich einen Patienten befunden, wenn ich überhaupt noch kein Neuro hatte und davon überhaupt keine Ahnung habe..? Bei uns and er Schule gibt es nur sehr gute Vertagskliniken, wo die Schüler in die Einsätze kommen und die sind fest geregelt und in den Stundenplan integriert, es folgt vor dem Praktikum IMMER der fachspezifische Unterricht, wir bekommen mind. einmal die Wochen Besuch von unserem Fachleiter, der sich eine Behandlung anguckt, wir haben einen Ordner, wo unser derzeitiger fachlicher Stand für die Leitung im Einsatz protokoliert ist, somit behandeln wir keinen Krankheitsbilder, die wir noch nicht besprochen haben. Wir müssen über jeden Patienten, den wir behandeln einen kleinen Befund, so wie ein Therapieprotokoll schreiben und mind. einen großen befund über 10 Seiten innerhalb eines Praktikums schreiben, das Korrektur gelesen und bewertet wird. Wenn es zu argen Problemen kommen sollte, dann gibt es jederzeit aus der Schule einen Ansprechpartner. Wie es an anderen Schulen zu solchen "Organisationen" kommen kann, das ist mir echt ein Rätsel! In diesem Sinne: Viel Erfolg allen beim nächsten Praktikum!
Grüßle
schlesi

vor 6.5j
kiesj
10.11.2005 22:08

Oh man, da scheint mir, dass ich wirklich glück habe in meiner schule.
ich bin da voll deiner meinung schlesi18, finde es auch ziemlich unverantwortlich jemanden ohne vorahnung in den pt spezifischen fächern in dieses praktikum zu schicken!! ich finde sogar, dass man da als schüler aber ruhig auch mal auf den tisch hauen sollte und der schule mal klar machen wie fahrlässig sie in so einem fall handelt, immerhin bezahlt man ja auch sein geld für die ausbildung (ich jedenfals), und verdient nichts!!
bei unserer schule (Karlsbad-Lanensteinbach) läuft das wirklich sehr gut muss ich sagen, die ersten 2 semester hatten wir nur theoretisch, und im dritten dann chirurgie, gyn, innere und sport. die praktikas sind dann teilweise in ober- und unterkurse aufgeteilt, nach jedem praktikum eine kleine lehrprobe am patient, vorher sehr gute einlernung in die befunderhebung (in jedem praktikum)(befund wie bei schlesi18 auch bei jedem pat.), plus 3 tage in der woche betreuung durch den jeweiligen mentor, der gleichzeitig unsere lehrkraft in diesen fächern ist!
wir haben eine gut organiesirte smv, wo wir unsere anliegen an die schulleitung loswerden können, die auch ernstgenommen werden, wie gesagt man bezahlt ja was für seine leistung, also kann man auch wenigstens ein bisschen mehr verlangen als das was zb bei sw78 abgeht!! probier das doch mal sw78, oder sind die lehrer bei euch so krass, dass die dann sauer sind wenn man ein bisschen schülerpolitik betreibt?
Ich kann nur sagen: Riesensauerei so eine schülerabzocke!!!
Wünsch dir viel durchhaltevermögen sw78, auf dass das nächste praktikum schülerwürdiger wird!

vor 5.9j
meteorit
11.07.2006 20:00

Hi sw78.
Herzliches Beileid und alles Gute für deine nächsten Praktikas.Halt durch, beiß auf die Zähne und frag deinen Kollegen Löcher in die Bäuche.So mach ich das wenn mich was nervt oder was nicht versteh.Ich find das unverantwortlich und grob fahrlässig was die von deiner Schule da machen!
Bei uns (Physiotherapieschule Illingen/Saarland)ist das anders geregelt.Wir haben 2 Semester Theorie bevor wir halbtags ins Praktikum gehen.Da besprechen wir die Krankheitsbilder,die uns im jeweiligen Praktikum erwarten und die Befunderhebung.In jedem Praktikum gibt es 1 für uns zuständigen Mentor, den wir jederzeit fragen können und einen Vertreter falls der mal nicht da ist oder keine Zeit hat.Mindestens 1 mal pro Woche kommt der jeweilige Fachlehrer ins Praktikum und hält 1 sog. Co-Behandlung.Also eine Behandlung bei der wir ihm zuschauen können.Die wird im Nachhinein besprochen.Die ersten 2 Praktikas des 1. Zyklus werden nur mit Smylis bewertet und wir gehen beim Mittelkurs (4.Semester) mit zu den Patienten.Unsere ersten eigenen Patienten haben wir erst ab der zweiten Woche.Wir haben jeden Mittag eine halbe Stunde um mit unserem Mentor Probleme mit Patienten oder Behandlung zu diskutieren.Desweiteren schaut sich der Mentor ab und zu eine komplette Behandlung an,welche dann nachbesprochen und ab dem 3. Praktikum bewertet wird.Wir schreiben von jedem Patient einen Kurzbefund,welcher dann nachbesprochen wird.Wir behandeln nur nach unserem Wissensstand ausgesuchte Patienten.Da läuft natürlich auch nicht immer alles glatt und es geht manchmal ganz schön drunter und drüber (Examen z.B.) aber wir fühlen uns nicht alleingelassen mit unseren Problemen!!!
Vielleicht liegt das (außer dass wir für unseren Unterricht bezahlen) auch daran dass es unserem Schulrektor und vielen Lehrern an unserer Schule so ging wie dir als sie angefangen haben (laut ihren eigenen Aussagen).

GVLG meteo