erstellt von moonie vor 6.9j
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its


hallo,

wer war oder kommt in seinem praxiseinsatz auf eine its? ich meine ist es normal oder ein "special" inner praktischen ausbildung? (mich interessiert es weil ich das nicht so ganz gewöhnlich finde, meine aber nicht hey leute ich bin toll/ was beseres, ich darf auf die its :-) )


lg, moonie
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Thema: its

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vor 6.9j
pt02
30.06.2005 14:35

Hmm, die ITS ist immer so ne "Geschmackssache"... Mit -was besseres sein- hat das in diesem Falle wirklich nichts zu tun. Ich selber hatte nie die Gelegenheit, auf einer ITS zu arbeiten, jedoch vom hören-sagen bekommt man schnell mit, dass einem die Schicksale doch mehr oder weniger nahe gehen können - vor allem, wenn es Menschen in unserem Alter betrifft - sei es durch einen Unfall usw.... Auf der ITS kannst du arbeitstechn. jetzt nicht sooo viel machen...wenn die Patienten im Koma liegen, wird meistens passive BÜ verordnet, wenn sie wach sind, dann ASGs...
Da kann die Chirurgie oder Orthopädie oder Reha schon wieder ein wenig abwechslungsreicher sein, wenn man nicht gerade `n Hüft- oder Knie TEP hat ;)

In diesem Sinne...frohes Schaffen ;-)

LG...pt02

PS: ITS - ist meiner Ansicht nach KEIN "special" Praktikum!

vor 6.9j
stephan
01.07.2005 00:52

Hi,

ich bin der gleichen Meinung. ITS ist ein Aufwand, der im Krankenhaus einfach mit dazu gehört und man dazu einfach mal 1-2x tgl. für ne Stunde oder so eingeteilt wird. Dabei ist es unerheblich in welchem Praktium du im Moment bist - diese Aufgabe ist übergreifend. Die meisten ITS' sind zwischen 8 und 20 Betten und bieten entsprechendes Arbeitspensum, das wie gesagt oft 2x tgl durchgeführt werden muss.

Das Aufgabenfeld ist oft nur passive BÜ oder ASG oder Atemtherapie. Sehr selten mal mit einen Aufstand unter Aufsicht kombiniert.

Obs einem selbst gefällt oder nicht ist sehr unterschiedlcih. Wie Susann schon sagte, sollte man da den Kopf für die Schicksale nahezu ausschalten können. Auch die dauernd piependen Geräte können einen sehr verunsichern. Noch durch Zivi-Zeiten hab ich zum Glück davor die Angst verloren und es gehörte schnell zu meinen täglichen Aufgaben. Ich persönlich bin gern mal auf einer ITS, da sich die Umgebung von den "normalen" Stationen abehebt, wenngleich es einen Wissensmäßig nicht voranbringt.

Als Tipp kann ich dir nur geben, dass du einfach nur das machst, was du dir zutraust und keine Scheu hast alles zu fragen, was dir "spanisch" vorkommt. Man muss erst eine Unterscheidung lernen, welches piepen mal sein kann und was echt bedrohlich ist. Außerdem kannst du nicht wissen, was jedes einzelne Gerät zu bedeuten hat und welche Priorität jedem einzelnen Kabel zugute kommt.

Ich hab beim durchbewegen mal ausversehen ein EKG-Kabel aus der Buchse gerissen, was zur Folge hatte, dass schlagartig alle Leute mit Defi und sonstwas sich ums Bett versammelt haben ;) .. also Kopf hoch ;)

Aber bedenke bitte eins
Auch wenn sie zb. im Koma liegen - ES SIND IMMERNOCH MENSCHEN .. weil manche anfangen dumme Kommentare zu lassen - das ist hier echt fehl am Platz. Außerdem kann ich mit Sicherheit sagen, dass im Koma aufgenommene Reize gespeichert werden. Selbst wenn sich der Patient nicht mehr dran erinnern kann - mit Hypnose kommt es dann ans Licht.

Mfg Stephan


vor 6.9j
moonie
01.07.2005 07:52

hallo :-)

ich bin diese woche komplett nach meinen patienten auf der/den station(en) zur its gegangen um dort patienten zu behandeln. was die reine behandlung betrifft ist es wirklich "wenig" was man "macht". allerdings hatten wir eine kleine geräteeinführung und wie uns beim bimmeln verhalten sollten usw. dann wurden uns die betten erklärt (90% sind über elektronische steuerungsmodule vertsellbar) und wenn wir mal nicht witerkommen wurde uns von anfang an gesagt immer fragen. wir treffen uns immer bevor wir zu den patienten gehen und dann wird kurz gesprochen und dann eghen wir erst an unsere "arbeit".

ich habe einen patienten gehabt wo ich doch ein wenig mehr respekt hatte und dann um hilfe bat, dieser patient war, wenn er wach war sehr sehr unruhig und sehr unkontrolliert in seinen bewegungen. mein "cheffe" hat mir gezeigt wie cih mit ihm arbeiten sollte, weil ich nciht weiterkam. am nächsten morgen strahlte er mich an "guten morgen" da habe ich wie ein auto geguckt. meine jetzigen patienten sind alle ansprechbar, wobei einer davon sich noch nicht verbal mit mir auseinader setzten kann, aber da geht es auch gut über die muskuläre aktivität ("sperren" einer bewegung usw) ich finde es ist neben der kleineren möglichkeitz eine riesengroße lernmöglichkeit. ich meine auch in bezug auf wie kommuniziere ich mit dem menschen(!), wenn er verbal mir nicht antworten kann. ich denke das dies auch ein teil der intension dieses einsatzes ist.

so, genug geschrieben, freue mich noch auf weitere antworten :-)


lg, moonie

vor 6.9j
pt02
01.07.2005 17:47

Nu, nonverbale Kommunikation ist wirklich schwierig. Ich hatte in meinem Neuro-Praktikum eine Patienten in meinem Alter mit Chorea huntington - Syndrom. Sie verstand, was ich sagte, aber antworten konnte sie mir verbal auch leider nicht. Hab mir natürlich überlegt, wie man dieses "Makel" umgehen könnte und fand heraus, dass man am Besten kommt, wenn man Ja-Nein-Fragen gestellt hat, damit ich ihr die Möglichkeit geben konnte, wenigesten zu nicken. Wenn sie Schmerzen hatte, konnte ich das auch glücklicherweise noch an ihrem Gesichtsausdruck erkennen ... bei den meisten Choreas ist das leider nicht so....sie lachen, auch wenn ihnen was weh tut...und das macht die Behandlung umso schwerer. Nichts desto trotz habe ich aus diesen Dingen sehr viel für mich lernen und mitnehmen können.

LG... pt02