immer wieder kommen Patienten in die Praxis, zeigen ein oftmals eindeutiges Beschwerdebild und es juckt in den Finger zu behandeln. Leider steht uns dabei das Diagnoserecht im Weg, was Physiotherapeuten ausschließlich eine Behandlung nach ärztlicher Diagnostik ermöglicht. Dabei haben wir durch weit größere Zeittaktungen und zum Teil auch hochklassigen Weiterbildungen oftmals mehr Möglichkeiten eine exakte Diagnostik zu erstellen und danach zu behandeln.
Gut, wir schicken den Patienten dann zum Arzt und bekommen manchmal eine Diagnose "Lumbago" oder "Schulterschmerz" - Top! So weit wäre ich auch noch gekommen.
Was meint ihr, wie sich die Physiotherapie mit ihren zunehmend wachsenden Diagnose- und Therapiemitteln in den nächsten Jahren weiterentwickeln sollte?
Zu diesem Thema gibt es eine aktuelle Umfrage auf der Startseite; wir sind gespannt.
Stephan Schmied
P.S. diese These ist gezielt überspitzt und kontrovers formuliert. Es soll kein persönlicher Angriff sein.
14.10.2007 16:06
Häufiges ist zwar häufig, aber es gibt eben auch andere Erkrankungen, die ähnlich Symptome machen. Die bekommen wir aber eben nicht in die Praxis, weil diese Patienten vom Arzt abgefischt werden.
Ich mache im Moment die HP-Ausbildung (oh, welche Schande...- geoutet!) und denke ich kann mir diese Äußerung erlauben.
Wenn wir in der Ausbildung eine bessere Diagnostik lernen würden, wären wir bestimmt die viel besseren HP´s, aber so sind wir die besseren Therapeuten und können ein wenig diagnostizieren.
Beispiel von diesem Freitag: Ich kann zwar vermuten, das das Hüftgelenk entzündet ist, aber dann muß ich "es" doch zum Arzt (weil der reinschauen kann, mittels US, Rö oder MRT und er kann Blut abnehmen, um zu schauen, ob ein blöder Erreger ist oder nicht...
Viel Spaß beim diskutieren...(ich schaue dann mal wieder öfter rein - was war eigentlich mit dem geplantem Treffen in Köln?)