erstellt von melody71 vor 6.5j
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Impingementsyndrom


Hallo zusammen,

ich habe seit Jahren Schmerzen in der rechten Schulter.
Sie traten periodisch auf, verschwanden wieder mal stärker, mal schwächer.
Immer wieder sprach ich dies bei meinem Hausarzt an, der meinte das läge an der "depressiven körperhaltung" (Schultern hochziehen) und da könne man nix machen. Massagen würden nur kurzfristig etwas bewirken ich solle weiter in die pschologische Therapie gehen.
An den Schmerzen änderte dies jedoch logischerweise nichts. im Gegenteil sie kamen immer öfter, bis sie seit etwa einem Jahr nahezu permanent da waren und an intensität zunahmen.
Ich "verlangte" dann eine Überweisung zum Orthopäden und bekam bis dahin dann doch 2 Rezepte für die Krankengymnastik (oh wunder), da mittlerweile zeitweise auch der kleine und der Ringfinger der rechten Hand "kribbelten".

Informationen Impingementsyndrom.html">Impingementsyndrom

Beim Orthopäden kam dann o.g. diagnose. durch jahrelnage "fehlhaltung2 ist der Oberarmkopf nach oben gerutscht und Sehnen, muskeln ect würden permanent am Schulterdach reiben und die Schmerzen verursachen. eine kleine Verkalkung wurde ebenfalls gefunden.
Da die entzündung jedoch vorrangig war bekam ich nochmals ein Rezept für die KG mit dem hinweis, ich solle mich nochmals melden, wenn nach abschluß der KG noch Schmerzen da sind.

nun ich hab jetzt das dritte rezept (noch 2 offenen Termine)und immernoch Schmerzen. Zwar nicht mehr sooo massiv aber immernoch recht quälend. der "schmerzhafte bogen" sei noch voll da, meinte meine Physio.

Ich suche jetzt nach möglichkeiten, was ich zu Hause tun kann. Das pendeln mit wasserflaschen brauch ich anscheinend nicht mehr. aber was nun????

Muß ich nicht auch Muskelaufbau machen? und wenn ja wie? wirkliche Übungen bekomme ich leider nicht gezeigt. aber irgendwann muß ich doch diese "rotationsmanschette" auch wieder aufbauen, oder nicht?

einen neuen Termin beim Orthopäden werde ich mir auf jeden Fall holen, nur werd ich vor Januar/Februar kaum einen bekommen...
Mein Problem ist, das ich den eindruck habe irgendwas verändert sich da in meiner Schulter,der Schmerz wandert bis in den ellenbogen, der Schmerz ist nicht mehr nur an einer stelle sondern hinten, vorn und in der mitte des Armes und ganz neu, nun auch zwischen Schulterblatt und wirbelsäule. Und was mich sehr verängstigt... seit 2 Nächten werde ich Nachts wach (vor Schmerzen schon lang, aber das jetzt ist neu) weil mein rechter Arm irgendwie "tot" ist.... ich habe absolut kein Gefühl mehr drin und kann ihn auch nicht bewegen. Ich nehme ihn dann mit der linken Hand und lege ihn mir auf den Bauch (meißt liegt er abgewinkelt neben meinem Kopf).
Der Arm ist warm , aber tot und sobald er auf dem Bauch liegt, kommt dann das Gefühl wieder.... was ist das denn nun wieder? Weiß das jemand? Das werd ich der Physio und dem Orthopäden wohl auch mitteilen müssen, oder?

Irgendwie bin ich im moment TOTAL verunsichert. und habe den eindruck ich müsse "irgendwas tun" !!!!

Kann mir hier jemand helfen?

Gruß Mel
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Thema: Impingementsyndrom

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vor 6.5j
martin142
04.12.2005 12:19

Hallo, ich mag mal der erste sein der dir antwortet.
BITTE LIES DIR ALLES GRÜNDLICH & KOMPLETT DURCH!

Also als erstes muss ich dir sagen das ich mich noch in der Ausbildung befinde, mir aber gerade dein Thema durch den Kopf hab gehen lassen und auch viel überlegt habe.

Leider, du kannst es dir sicherlich vorstellen, ist es schwierig irgendwelche "Vermutungen" etc. aufzustellen und Ideen zur Behebung zu liefern, wenn man sich kein eigenes Bild vom Patienten machen kann. Genauso ist es bei dir, ohne einen patientenspezifischen Befund kann man sich nur sehr schwer in das KH-Bild und Pat.situation hineinversetzen.

Ohne Befund kann man nur allg. Richtlinien & Übungen nennen, die aber nicht für jeden Pat. günstig sind, da durchaus die Reihenfolge der Behandlungsmaßnahmen variiert werden muss. Besonders, wo bei dir ja auch Taubheitsgefühle und wandernde Schmerzen auftreten.

Ohne die Bewegungsausmaße & Krafttest (Impingementtest nach Neer & Hawkins, Jobe Test, Drop-arm-sign, ARO Test nach Patte, Lift off Test nach Gerber) kann man nicht sagen welche Bewegungsrichtung du trainieren sollst & welche meiden, welche Muskeln du kräftigen sollst und welche entspannen…Du siehst, es ist nicht einfach.


1. Wie lange haben sie schon ihre Beschwerden…ist es schon chronisch?
2. Was wurde im allg. schon alles physiotherapeutisch unternommen?
3. Ist laut Arzt/Befund die Supraspinatussehne teil- oder totalrupturiert oder nur ein Einriss? Bestehende Schmerzen und Spannungsprobleme sind Hinweise auf Begleiterkrankungen -
4. Um Übungen für Kraftaufbau zu erstellen braucht man die Messbefunde und Krafttest - also die Bewegungsauschläge (in Grad) der einzelnen Beweg., vor allem der ABD, ARO, IRO, ANTEVERSION
5. Hast du deinen Arzt schon auf die Sensibilitätsausfälle/Taubheitsgefühle angesprochen? Wurden schon neurolog. Untersuchungen vorgenommen? Plexus brachialis - N. radialis - N. Axillaris
6. Wurden auch die Halswirbelsäule & Brustwirbelsäule mit untersucht und im Befund berücksichtigt ? Bei funktioneller Fehlstellungen in HWS/BWS müssen diese durchaus mit behandelt werden. (befundspezifisch)
7. Wie weit können sie den Arm gestreckt vor dem Körper nach oben heben ( sagt aus ob nur der M. supraspinatus oder noch weitere Muskeln rupturiert sind) ?

Erst einmal die allg. Richtlinien (spezieller wenn du geantwortet hast):

- Beim Impingementsyndrom ist es wichtig zuerst den M. subscapularis (SSC) und M. infraspinatus (ISP) zu trainieren ( da diese beiden die wichtigsten Muskeln für die Funktion des Schultergelenks sind)
- ISP + SSC wirken zusammen als Depressor, sie zentrieren den Oberarmkopf in der Pfanne
- Wichtig ist, das vor Mobilisationen & Funktionsschulungen (bei dauerhaften Schmerzen günstig evtl. Ausweichbewegungen zu beüben!) die zu angespannte Muskulatur zu entspannen & lockern und dann erst die abgeschwächte Muskulatur zu kräftigen und dann erst zu mobilisieren und die Funktionsbewegungen zu schulen.
- Außerdem muss man sich die HWS & BWS anschauen und diese bei funktionellen Fehlstellungen immer mitbehandeln
- Funktionelles Zusammenspiel zwischen Rotatorenmanschette & M. deltoideus erarbeiten


1. Gelenksicherung durch muskuläre Spannung
2. Schmerzreduktion/-behandlung
3. Entspannung hypertoner muskulatur
4. Kräftigung atrophierter Muskulatur
5. Schultergelenksmobilisation
6. Funktionsschulung


Übungen für zuhause muss man immer erst mit dem Therapeuten bei der Behandlungsstunde erarbeiten (siehe die 3 Muskeln weiter unten). Erst wenn PT Ausweichbewegungen, falsche Anspannung, falsche Bahnung etc. ausschließen kann und dem Pat. eine korrekte Ausführung zu Hause zutraut ist es günstig und sinnvoll zu Hause zu üben. Falsches Üben zu hause wirkt der Behandlung in der Praxis meist entgegen. Jedoch sollte bei jeder Behandlung das Einschleifen der korrekten Bew. und Propriozeptives Training mit integriert werden um dem Pat. ein Hausübungsprogramm mitzugeben. Also sprich deinen PT an, was du seiner Meinung nach gut machen und wie du es zu hause evtl. abgewandelt in Kurzform üben kannst!

->Kräftigung & Mobi M. deltoideus & Rotatorenmanschette
 ->Anbahnung / Wahrnehmung / Training M. serratus anterior
 ->Anbahnung / Wahrnehmung / Training M subscapularis
 ->Anbahnung / Wahrnehmung / Training M. infraspinatus
 ->Funktionelles Zusammenspiel Rot.manschette & M. deltoideus

Die Probleme mit der Taubheit und Sensibilitätsstörung sollte sicherlich noch einmal ärztlich abgeklärt werden, da es von der HWS/BWS Problematik kommen kann, aber auch von der Schulter selbst. So kann der Plexus brachialis, N. axillaris, N. radialis und weitere Nerven durch die falsche Stellung des Oberarmkopfes in Ruhe & Bewegung, Fehlstellung der HWS/BWS, Fehlstellung des Schulterblatts oder auch durch Abdrückungen der Nerven durch Kompression beschädigt werden.

Denkansätze wären evtl. das Supinatorlogensyndrom, Thoracic-outlet-Syndrom, und Abdrücken durch den Trageriemen von Taschen/Rucksäcken.

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So kann ich mir vorstellen, das deine Taubheitsgefühle im Arm beim schlafen am Thoracic-outlet-Syndrom (Synonym für 2 Engpässe im Schulterbereich - Klavikula Bereich & M. pectoralis minor Bereich) liegen könnte.

Beim Schlafen mit abgewinkelten Arm unter Kopf bist du 1. in einer starken ABDUKTION und 2. Hälst du den Arm über längeren Zeitraum!

Im Bereich d. M. pectoralis minor gelangt der distale Armplexus zusammen mit der A. & V. subclavia unter den M. pectoralis minor und seinem Ansatz am Proc. Coracoideus hindurch in die Axilla. Bei maximaler Abduktion können sie hier nicht nach oben ausweichen und werden um die Ansatzsehne geschlungen, also gedehnt. Deshalb werden Beschwerden, die durch den Engpass in diesem Bereich bedingt sind, als Hyperabduktionssyndrom bezeichnet. Die Strukturen sind in der Regel gut dehnbar, deshalb treten Bechwerden erst bei längerem Halten in max. ABDUKTIONstellung auf, z.B. im SCHLAF
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Ich denke das könnte ein Grund für deine Probleme nachts sein! Aber Ich bin kein Arzt und darf keine Diagnosen stellen , nur Vermutungen. Aber du siehst, Ich habe mir Gedanken gemacht und hoffe ich habe dir für den Anfang geholfen. Weitere Überlegungen gerne nach neuen Fragen.

Mit freundlichen Grüßen, martin

vor 6.5j
melody71
04.12.2005 20:57

hmmmmmmm, danke für die antwort.

Allerdings kann ich nur teilweise verstehen, was du mir sagst, da in deiner antwort MASSIG Fachbegriffe drin sind, die ich leider nicht verstehen kann.

Nun zu den Fragen:

die Beschwerden begannen bereits vor 10 Jahren, als ich mein erstes Kind stillte (sehr oft und sehr lang die gleiche Haltung und durch das wachsende Baby auch mit steigendem Gewicht halten mußte).
nur wie gesagt die Schmerzen verschwanden dann wieder und kamen nur hin und wieder zurück.
5 Jahre später (ist jetzt 5 Jahre her) kam mein zweites kind zur Welt und wieder begannen die Schmerzen stärker zu werden.
und seit dort war immer nur periodisch mal wieder schmerzfreiheit da.
und seit Januar 2005 eben permanent und stärker werdend.
Also, der Orthopäde hat mich geröntgt und ah eben die Fehlstellung des Oberarmkopfes (in die Gelenkschale reingedrückt) dadurch "reiben" bei Bewegung die Sehnen (verienfacht ausgedrückt, so wie er es mir erklärte) am Schulterdach.
Demzufolge sind diese sehnen alle entzündet und daher rührt der Schmerz.

Die kleine Verkalkung könne man angehen, wenn die KG keine Erfolge erzielt meinte er, da sie noch klein wäre.
Primär sei eben wichtig, das die entzündung geht und die Bewegungsfähigkeit wieder hergestellt wird.
von einer Ruptur (was immer das auch sein soll) hat er nichts erwähnt.
Bisher hat die PT die verspannten Muskeln immer und immer wieder versucht zu bearbeiten, was aber beim nächsten Termin wieder beim alten war.
Auch arbeitet sie an den Sehnen selbst, was mir vor allem im Nachhineien massive Schmerzen verursacht.
Auch den Oberarmknochen "zieht" sie nach unten (laienhaft ausgedrückt).

Beim letzten Termin sollte ich dann beide Arme mal ganz nach oben strecken, da stellte sie fest, das der rechte (betroffene)Arm noch nicht in der gleichen Stellung sei, wie der linke (was immer das auch zu bedeuten hat).

Den Arm kann ich anheben und auch den Bogen bis ganz nach oben machen. ABER etwa bei 60° ist ein "stop" mit Schmerz, gehe ich weiter (was nur schwer geht)wird der Schmerz MASSIV, bis ich etwa bei 150° ankomme. Dann hört es auf zu schmerzen und dann kann ich auch gut bis nach oben weiterbewegen.

Die HWS wurde ebenfalls geröntgt und die Beweglichkeit untersucht. einen Befund nach bild gab es keinen, die Beweglichkeit ist jedoch eingeschränkt.

Was mich nur beunruhigt, is eben der plötzlich wandernde Schmerz (warum tut mir der ellenbogen denn plötzlich so sehr weh?und warum geht es jetz zusätzlich auch noch neben dem Schulterblatt los? versteh ich nicht?)
und das die Schmerzen eben nicht besser werden (das war nur einmal der Fall, warum weiß ich nicht, da war ich wirklich mal für drei Tage komplett schmerzfrei) und hab das der PT auch gesagt.
Und klar, diese plötzliche Taubheit des Armes in der Nacht(das war für mich seeehr erschreckend).

Diesbezüglich konnte ich noch nicht mit dem Arzt sprechen, man bat mich dienstag nochmals anzurufen.

Was ich grundsätzlich nicht verstehe: Die PT sagte mir, so lange der Oberarmkopf so weit oben steht, reiben auch die Sehnen weiter und die entzündung kann nicht heilen, soweit hab ich das alles kapiert, leuchtet ja auch ein.
ABEr der Oberarmkopf wird doch duch die Rotationsmanschette an dem richtigen Ort gehalten, das ist doch richtig so, oder? Und diese rotationsmanschette sind doch hauptsächlich Muskeln, auch richtig?
ALSO... wenn nun die Muskulatur nicht aufgebaut wird, wie kann dann der Oberarmkopf wieder nach unten wandern???
Die manuelle Traktion (oder wie das heißt) zieht ja wohl den Oberarmkopf nach unten, nur is da ja keine Muskulatur, die den Knochen da auch halten kann,somit wandert der doch automatisch wieder nach oben in die alte Stellung oder hab ich das falsch verstanden?

Problem an der Sache ist, das man mir sagte, das die Krankenkasse eigentlich nur 3 Rezepte KG übernimmt. nun die sind jetz rum... aber wie gehts jetz weiter?
Das werd ich den Orthopäden auch fragen.
Die Schmerzen sind nach wie vor da und "einsatzfähig" bin ich nur bedingt (selbst saugen, fegen und naß aufziehen bereitet mir Schmerzen, geschweige denn ich müßte noch anfangen Kraft anzuwenden ... eiskratzen an den autoscheiben ist die hölle z.B.)...

Deshalb dachte ich, man kann mir evtl kleine Übungen sagen, die ich unterstützend zu Hause tun kann.

Aber so einfach scheint das wohl leider doch nicht zu sein?!

Kann ich denn wirklich gar nix tun?

Gruß Mel

vor 5.2j
dini
28.02.2007 23:36

hallo melody,
(hab dich a grad schon direkt angeschrieben)
also mich würd echt mal interressieren was sich seit dem getan hat,sorry das ichs erst jetz gelesen hab.sz
lg nadine