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Stuttgart, 24. August 2006. Rund 21.000 Menschen in Baden-Württemberg haben im letzten Jahr eine neue Hüfte eingesetzt bekommen. Dabei war bei zahlreichen Patienten der Eingriff möglicherweise nicht notwendig. Das stellt die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) in ihrem aktuellen Krankenhausreport fest. Symptome, die eine Hüftprothese erforderlich machen, sind therapieresistente Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Zusätzlich sollten laut BQS auch Arthrosezeichen im Röntgenbild sichtbar sein. In über einem Viertel der fast 150.000 im Jahr 2005 dokumentierten Fälle war diese Voraussetzung nicht erfüllt. Auch wenn bei manchen Diagnosen trotzdem ein Hüftersatz notwendig werden kann, ist diese Quote laut Experten zu hoch.
Deutlich höhere Anforderungen stellt die Techniker Krankenkasse (TK) in ihren neuen Verträgen zur Integrierten Versorgung. Beispielsweise belohnt sie das SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach mit einem Bonus, wenn es bei bestimmten BQS-Qualitätsindikatoren besser abschneidet als der Bundesdurchschnitt. Sie verlangt, dass bei über 95 Prozent der Endoprothetik-Patienten der Gelenkersatz tatsächlich erforderlich war, also alle Vorgaben der BQS bei der Indikationsstellung erfüllt wurden. "Wir wollen, dass Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen zu Wettbewerbsvorteilen werden. Deshalb honorieren wir besonders gute Arbeit", erklärt Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg.
Quelle: Techniker Krankenkasse BaWü
Da stellt sich mir doch die Frage, ob bei negativem Röntgenbefund wirklich eine TEP-Versorgung angewandt wurde? Ancheinend ja schon, aber mit welcher Diagnose (außer traumatisch natürlich).
Wenn ich als PT etwas gelernt habe, dann: "Alles kann - nichts muss" - und daher finde ich einen solchen Schritt ein wenig in die falsche Richtung.
Mehr Diagnosezeit für Ärzte würden vielleicht die Rate ansich in allen Krankheitsbildern schon reduzieren?
Mfg Stephan