erstellt von mel_a vor 7.3j
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Hilfe zu Herzinfarktgymnastik


Hey Leute!
Wer kann mir ein Programm oder hilfreiche Tipps zu Aufbau und Durchführung einer Herzinfarkgymnastik im Krankenhaus, also postoperatives Stadium geben!? Bin jetzt im Innere-Praktikum und muss solche Patienten behandeln. Allerdings kam dieses Thema in der Schule etwas kurz.Bis jetzt behandle ich mit meinem sporadischen Wissen und wäre sehr dankbar, wenn mir jwmand helfen kann.
Bis dann Mela

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Thema: Hilfe zu Herzinfarktgymnastik

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vor 7.3j
pt02
21.02.2005 19:58

Tipps:

->Keine Tiefatmung!
->Vorsicht bei Anspannung/ Aktivierung M. pectorlais major
-> in manchen Einrichtungen darf man Armbew. über 90°, Dehnung nicht durchführen!
->Keine Anspannung der Nackenmuskulatur!

Je nach dem, welches Ziel du verfolgst, z.B.
Übungen von der RL zum Sitz oder
vom Sitz zum Stand
oder vom Stand zum Gang
solltest du immer anfangs, mittig, nach Belastung und 2/ 3 Minuten später eine Kreislaufkontrolle durchführen! Das zeigt dir, inwiefern du den Patienten belasten kannst. Du arbeitest Kreislauf-schonend und wenn es doch mal vorkommt, dass der Patient überlastet ist, dann machst du das nächste Mal einfach weniger!

Du kannst dich im Behandlungsaufbau von den Zehen bis zum Schultergürtel, je nach dem ob eine Bew. über 90° des Armes oder Dehnung erlaubt ist, hocharbeiten sowie Rumpfberwegungen und AÜs nicht vergessen!

Da ich jetzt nicht weiß, in wie fern dein Patient jetzt schon belastbar ist, kannst du, wenn dir die Möglichkeit gegeben ist, noch Geräte wie Stab (Kraft) oder Luftballon (Koordination und Geschicklichkeit) nutzen.

Auf jeden Fall Freude vermittelnde Übungen! Durch den Infarkt sind die Patienten meist ängstlich und verspannt.

Durch die Übungen kannst du den Patienten einerseits ablenken und andererseits auch die Angst nehmen.

Auf jeden Fall auch darüber aufklären, wie er sich später verhalten kann, falls ein "Infarkt" droht. Ein typisches Zeichen eines Infarktes ist ja der Schmerz linksseitig und die Atemnot. Der Patient weiß ja, wie sich das anfühlt und du gibst ihm den Hinweis, dass er sich ertsmal hinblegen oder hinsetzten soll, wenn diese Symptome auftauchen! Meist lindert sich die Symptomatik und es geht ihm wieder besser!

Ja, mehr fällt mir jetzt auch nicht ein, hoffe, ich konnte dir helfen!

LG...pt02

vor 7.3j
kleine
21.02.2005 22:26

Hallo!
Bin auch gerade auf der Inneren... Zwei Wochen noch, dann bin ich da scon wieder fertig!
Bei uns im KH ist das so (in anderen ach, wie ich es schon kennengelernt hab), dass die Pat. nach dem Göteborger Stufenmodell mobilisiert werden. Der Arzt legt die Stufe fest und somit bist du auch gut abgesichert! Außerdem soll die intermittierende Dauerform angewendet werden. Je nachdem welche Stufe der Pat. ist, werden die Belastungsphasen und Entspannungsphasen gewählt.
Stufe 1 und 2: Entspannungsphasen überwiegen.
Stufe 3: Entspannungsphasen und Belastungsphasen gleichwertig, Sitz, Stand
Stufe 4: Belastungphasen überwiegen, gehen auf dem Zimmer
Stufe 5: PT auf Hocker, Gehstrecke verlängern
Stufe 6: Pt auf Hocker, Gang, Treppen (8-12Stufen)
Stufe 7: erweitertes Treppensteigen
Bei der intermittierenden Dauerform mit der unteren Extremität beginnen, weil das weniger belastend für das Herz ist und auch für die Kreislaufstabi gut ist. Viel auf die Entspannung achten und dem Pat. näher bringen, wie wichtig das für ihn ist. Vor und nach Behandlung RR messen. Nach jeder Belastungsphase den Puls messen und auch nach jeder Entspannungsphase, dann weißt du, ob der Pat. sich wieder erholt hat und seinen Ruhepuls wiedererlangt hat. Die ganze Messerei von RR und Puls ist echt mühsam und es kommt einen so vor, als ob man nichts anderes tun würde, aber unsere Lehrerin pocht darauf und mittlerweile hab ich mich daran gewöhnt ;-)!
Falls du noch nähere Fragen hast oder nen Behandlungsentwurf für irgend ne Stufe haben willst, kannst mich ja nochmal anschreiben (wir haben das in aller Ausführlichkeit gemacht!).
lg Kleine

vor 7.2j
vanelle
25.02.2005 08:26

noch hinzuzufügen: mit kleinen muskelgruppen anfangen und dann zu den großen hinarbeiten und auf keinen fall statische muskelarbeit, sondern immer schön dynamisch

vor 7.2j
mel_a
04.03.2005 11:48

Danke Leute! Eure Tipps waren sehr hilfreich. Nur das mit den Be- und Entlastungsphasen hab ich noch nicht so ganz verstanden.